Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 457 (sequence 25)
- Language
- German
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Die Agada der Tannaiten. '457 eine unbedeutende Paraphrase zu Prov. 28, 27 dem Ä. zug'eschrieben'). Der mystische Midrasch mußte Akiba, dem großen Märihrer und dem gefeierten und allein unversehrt gebliebenen Besucher des ״Paradieses" der alten Geheimlehre * *) eine große Rolle unter den dem Alterthum entlehnten Autoritäten ihrer theosophischen Dichtungen und Speculationen zuweisen. In den Hechaloth, als deren Verfasser Ismae l gelten soll, nennt dieser Akiba als Denjenigen, welcher die vorgetragenen Geheimnisse am Gottesthrone erlauschte *). Im großen Hechal. beruft sich Jsmael auf Akiba für Lehren, welche dieser im Namen des Glieder b. Hyrkanos tradirt habe 4). Ebendaselbst finden wir Akiba mit den anderen Heroen der Mystik zu Füßen des Nechunja b. Hakkana sitzen 8). Der naturphilosophische Midrasch T e m u r a nennt Akiba und Jsmael abwechselnd als Autoren *). — Als eigenstes Gebiet Akiba's im Reiche der Mystik wurde die Darlegung der in den Buchstaben des hebräischeu Alphabetes, den Elementen der heiligen Schrift, verborgenen Geheimnisse betrachtet, da er in der halachischen Auslegung der h. Schrift eben von der Grundanschauung ausgegangen war, daß in jedem Buchstaben Anknüpfungen und Andeutungen für die Einzelheiten des Religionsgesetzes zu finden sind. Diese Grundanschauung führte schon früh zu einer eigenthümlichen Hypostasirung der Buchstaben als der Grundelemente der heiligen Schrift, der Thora; und namentlich an der Würde, welche der letzteren, als dem vor der Schöpfung existirenden *) Im M. Mischte zu dieser Stelle ist nach I a l k u t z. St. vor . . . norm כל מי שנזמן צדקה לעני אין zu ergänzen: א״ר עקיבא. *) S. oben ©. 450. י) S. oben S. 216, A. l. *) S oben S. 337*. ») S. oben S. 222* A. 2. •) 6. oben S. 216.