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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 7 · p. Seite 290

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 7
Article
Exegetische Studien zum Propheten Jeremia
Date
1883-01-01
Page
Seite 290 (sequence 2)
Language
German
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290 Exegetische Studien zum Propheten Jeremia. der Elymäer (Oxier), verwickelt gewesen sein muß. Daher Jeremia's Drohrede gegen das dem Gesichtskreise des Propheten so weit abliegende Mam (59,34 f.) ebenfalls בראשית טלמת צרקיהו, und zwar mit großer Erbitterung, weil Elams hartnäckiger Widerstand gegen Nebukadnezar ‘) Juda zum Abfall ermuthigt hat. Jeremia's Aufgabe war daher, vor dieser mulhwilligen Illusion zu warnen, und um dieser Warnung Nachdruck zu geben, legte er symbolisch ein Joch auf seinen Hals mit der Andeutung, daß alle die abfallsluftigen Völker und ganz besonders Juda, das durch falsche Propheten in den Freiheilstaumel hineingerifsen wurde, Nebukadnezars Joch, d. h. Herrschaft ruhig ertragen mögen. In dieser Zeit, während Nebukadnezar's Abwesenheit von seiner Hauptstadt wegen des Krieges mit Elam erkühnten sich die falschen Propheten im Exils, ebenfalls von baldiger Rückkehr aus dem Exile zu faseln. $ß. 3 ושלחתם אל טלך אמם, unmöglich kann Jeremia das Joch, das er selbst am Halse-tragen sollte, den Königen zugej schickt haben. Man muß daher lesen ושלחתה (öfter ה mit ח verwechselt, nicht mit Hitzig ושלחח) und Fortsetzung dhm ואיומי; V. 7 ער בא עת אתוו גם הוא ist ein exilischer Zusatz wie 25,12—14 und V. 26. V. 8 1ע1 תם zu l. חחי (Verwechselung von ת und * * 9 (ט). Cap. XXIX, ״Sß. 15 כי אמרתם הקים לגו ה׳ גביאים steht י) Vergl. darüber auch Älau in der Zeitschr. d. D. Morgenl. Gesellschaft B. XX S. 175 und XXVII S. 327. 9) So emendirt auch S. D. Luzzato in seinem von seinem Sohne edirten posthumen kurzen Commentar zu Jeremia, Ezechiel, Sprüche und Hiob (Lemberg 1870). Ich gestehe, daß ich Luzzato's Commentar, von dem ich Kunde Hatte, nicht zu Rathe gezogen habe, weil ich seine öfter ansgesprochene hyperorthodoxe Idiosynkrasie gegen Emendationen kannte.und daher von seinem Commentar keine Förderung erwartete. Denn ohne Emendatipn kann man mit noch so reicher Sprachkenntniß 'und philologischer Virtuosität in keinem Buche der heiligen Schrift dm

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