Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 286 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829570-2829577-2874181--21628-2874235- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
236 9)eC1in(tött. Grammatik. Hand in HäNd mit der graMmattschen Einsicht schreitet auch die grammatisch^ Msdrucksweis« zu immer größerer Klarheit, Bestimmtheit uni» Genauigkeit fort. GramMtische ErkeUMAiß >und^ -itatnckMjche ׳^DMtnotag^ stehen in enger Wechselbeziehung zu einander, so daß letzter« durch erstere geschaffen» erstere von letzterer erhalten und gefördert wird. UeberdieS führt die genaue Kenntniß der grammatischen Termini nach Ursprung und Urheberschaft, nach Wortform und Bedentung oft zur Aufhellung dunkler Stellen bei den einzelne» Grammatikern und bietet ein werthoolles Hilfsmittel der Textes» kritik, welches nicht nur die Ermittelung und Besserung verderbter Lesearten oft ermöglicht, sondern auch die Hauptfrage der Echtheit oder Unechtheit eines grammatischen (oder exegetischen) Werkes entscheiden hilft. So ergiebt z. B. eine nähere Betrachtung der graminatischen Ausdrücke in den Zusätzen zu Gikatilla's Ueberfetzung des Chasng in der Ausgabe von Nutt» daß diese Glossen, mit Ausnahme der mit אמר ממה הכהן beginnenden, n icht, wie Nutt, Einleitung p. VU1 meint, von Gik.. selbst, sonderuKvoO einem späteren Grammatiker herrühren, da die Allsdruäsweise derselben eine weit entwickeltere Terminologie verräth, als Gik. sie ausweist. Die Terminologie der jüdischen Grammatiker ist zweifach entwickelt, sowohl in arabischer als auch in hebräischer Sprache ausgebildet. Die hebräisch schreibenden Grammatiker theilen sich wiederum im Punkte der Terminologie in zwei Gruppen, die (Grammatiker spanischer Schule, deren Haupt Chajug, deren bedeutendste Vertreter Gikatilla, Ganach, Jbn Esra und die Kimchiden find, und die Grammatiker französischer Schule, die, auf de» Arbeiten des Menachem und Dunasch fußend, Raschi und Sam. b. Me'tr zu ihren hervorragendsten Vertretern zählt. Die Terminologie der sranzösichen Grammatiker ist dürftig, schwankend und schwerfällig geblieben, die der spanischen