Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 270 (sequence 17)
- Language
- German
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2-Ü ’ , S)te %aba bcr 5tafmatten. * giebt" angeführt *). Es sind 1. Wer viel bereut, — nachdem er immer auf'--neue gesündigt hat —; 2. wer viel sündigt; 3. wer sündigt in einer frommen Zeit; 4. wer sündigt, um Buße zu Lhun; 5. wer mit seiner Sünde den göttlichen Namen entweiht *). י) Der Satz steht in Ab. di N. N. am Anfang von e. 39 ohne Autor, aber es folgt darauf mit der Ueberschrift "OK הוא היה ein ohne Zweifel von Mba stammender Satz, nämlich der oben S. 265 Anm. 3 citirte, sowie das Capitel überhaupt meist Mbusche Sätze enthält; s. unten Abschn. 7 g. Ende. *)׳ Vgl. dm Satz Jsmaels über die Sühnen, oben S. 119, ferner M. Joma 7,9; vgl. Sirach 5, 5f.— Wegen ״Heiligung des göttlichen Namens" (קדוש השם) lehrt Mba — soll man das Recht des Heiden nicht auf Umwegen verkürzen, s. oben S 311, A. 1. Daß Raub, an Heiden begangen, wittlicher Raub und verboten ist, deducirt Mba aus Lev. 25, 49f., B. Kamma 113 ad, SifrL z. St. (wo bloß א״ד שמעון, während im Talmud N. Simon der Tradent ist). — In Ab. di R. N. folgt nach diesem Gruppensatze noch ein anderer Aussprach. ohne Einleitung, und zwar theosophischen Inhaltes; vielleicht ist ausgefallen הוא היה אומה, und der Satz gehört ebenfalls Mba an. Er lautet: היי מוסרין לו p אין ספק לאדם לידע מה דמות למעלה ואלמלא טסחחות ויודע במה נבראו שטים וארץ. Ich bin durch die Mittheilung von Scherira's Gutachten über das Ara- Esche als Gebetsprache (p. 189) auf die Lösung einer räthselhaften Stelle in 184 .91 המיס רעים gekommen, die nach den bisher bekannten Quellen UNlösbar schien. Jehuda b. Jakar (vgl. Zunz, synag. Poesie p. 150 e) führt hier als Beispiele aramäischer Gebetstücke נגידי חרעי ומהי וממי an. So bekannt das letztere Stück ist, so unbekannt ist das erstere. Auch der׳ Siddur R. Amram^s konnte hier keinen Rath schaffen. _ Wir erfahren mirt jetzt durch Scherira, daß das ^*. שומרי שערים in aramäischer Uebersetzung als נמרי הדעי wiederholt zu werden pflegte. Es scheint mir keinem Zweifel All unterliegen, daß נגידי in נטרי zu ändern ist. Die fehlerhaste Schreibung, erklärt sich genügend aus der graphischen Aehnlichkeit und der Unbekänntheit des angeführten Stückes. Es kann diese Aufklärung zugleich als bezeichnendes Beispiel dafür dienen, was wir an neuen Aufschlüssen und Einsichten von der Veröffentlichung der ganzen Handschrift zu erwarten haben. Pudapest. David Kaufmann.