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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 6 · p. Seite 269

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 6
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 269 (sequence 16)
Language
German
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* Die äfßcta der äamtditeri. 2ÜZ Als besonders wichtige Pflicht der Nächstenliebe empfahl Mba den Besuch der Kranken; wer diesen verabsäumt hat gleichsam Blut vergossen'). Als besonders hassenswerthe Sünde geißelte er den Wuch er, der so sehr zu meiden ist, daß selbst ein Gruß als verbotener Zins zu betrachten seiwenn der Schuldner den Gläubiger vorher nicht zu grüßen pflegte'). Daß der Mensch im Ebenbilde Gottes geschaffen ward, erklärte Akiba in einer seiner Hauptsentenzen als Zeichen der besonderen Liebe Gottes zu den Menschen *). Darum ist, wie er mit Anlehnung an Gen. 9,6 lehrte, Mord ein Vergreifen an Gott selbst, und wer Blut vergießt, dem wird das so ange« rechnet, als ob er das göttliche Urbild des Menschen verringert hättet). Hier sei noch ein wahrscheinlich ebenfalls von Akiba herrührender Satz über die ״Fünf, für die es keine Verzeihung ') NÄarim 40׳ St ') Tos. Baba mezia e. 6 Ende. י) Aboth 3, 14. In Aboth di R. N. e. 39 ist R. Meir als Autor dieses Spruches, sowie der folgenden zwei, mit חביבים beginnen« den Sätze genannt; auch fehlt in allen dreien die Wendung חבו• יתירה גורעת לי (להם), die für den ersten Satz auch die von Taylor in seiner Ausgabe wiedergegebene Handschrift der Mischna Aboth nicht hat. ¬ר׳ מאיו steht jedenfalls nur irrthümlich für ר׳ עקיבא, oder es verhält sich mit dieser Abweichung, wie oben S. 266, Anm.!. 4) Gen. r. c. 34 Ende: דרש ר׳ע כל מי שהוא שופך דמים מעלים עליו כאלו הוא ממעט את הרמות; in Tos. Jebam. c. 8 Ende dafür הרי זה מבטל אוז חרמות ... In der ersten Baraitha Jebam. 63 b wendet Akiba den Ausdruck 'כאלו ממעט הר auf den Ehescheuen an, was ebendas, in der zweite» Bar., sowie in der Tosefta l. l. und Gen. r. l. l. El. b. Ararja thut (s. oben S. 17, Anm. 2). Der Gedanke Akiba's ist anonym in die Mechiltha ausgenommen worden (zu 20, 17, 70 b ed. Friedm.), wo wir lesen: Das erste Gebot (Ich bin der Ewige dein Gott) stand auf den Tafeln dem sechsten Gebote (du sollst nicht morden) gegenüber, damit angedeutet werde, daß wer Blut vergießt, es dem so angerechnet wird, als ob er ״das Bild des Königs" verringerte (שבל מי׳ ששופך רם מעלה עליו הכתוב באלו ממעט ברמות הטלך); darauf folgt ein Gleichniß hierüber.

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