Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 5)
- Language
- German
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Die Agada der Tannaiten. 213 deks erblicken, welche dieser verwirkte, weil er in seinem Segen, Gen. 14,19, den Diener, Abraham, vor dem Herrn genannt hatte, und welche für ewige Zeiten Abraham und seinem Geschlechte ertheilt ward, nach i(j 110,1 * *). — Heber die letzten Dinge ist uns kein Ausspruch unter dem Namen Jsmaels überliefert. Nur seine Paraphrase zu ip 36,7 über den ״bergehohen" Lohn der Frommen und über ״abgrundtiefe" Strafe der Frevler darf in dieser Beziehung erwähnt werden 2). 6. Pseudepigraphisches. Ein doppelter Nimbus umgab in der Ueberlieferung der Späteren die Persönlichkeit Jsmael b. Elischa's; der Hohepriestersohn wurde zum H o hen prie st er a) und der Tod des Das Priesterthum Malkizedeks als Prototyp für das Jesu bildet einen Grundgedanken des Briefes an die Hebräer. Vgl. beiger I. Z. VII, 120, Goldfahn in Grätz. Mon. 1873, S. 266, M. F r i e d l ä n d e r, Revus ä6s Müdes duivss, V. Bd. I ff. *) S. 6. 77, A. 4. 8) Daß Jsmael der Sohn eines Hohenpriesters war, dafür ist Ausschlaggebend sein Schwur beim לבוש שלבש בו »בא וציץ שנתן בין עיניו (Tos. Challa 1,10); als Hohepriester wird er nur in der merkwürdigen, als Baraitha — תניא — bezeichneten Stelle des bab. Talmuds, Berach. 7 a dargesteüt, von welcher Stelle aber wol die Vermutung von Zunz, Gottesd. Vorträge S. 64ו, Anm. 6, festzuhallen ist, daß sie ״jünger als die Gemura" sei. Ihr Inhalt trägt ganz das Gepräge der Hechaloil), und namentlich die Benennung Gottes mit אכתריאל יה ר׳ צבאות ist analog der dem Jsmael in den Hechaloth oft in den Mund gelegten: זהודיאל יה אלהי ׳שהאל (Beth Hamm. III, 86 ff., ib. 11,47 יהדדיאל אלהי ישראל). Doch darf man immerhin annehmen, daß diese Stelle, die schon sehr früh in den Talmudtext als Bekräftigung eines Rab'schen Satzes ausgenommen ward, den Glauben an die Hohepriesterwürde Jsmaels vollends befestigte. Die beste Analogie zu dieser apokryphen Talmudstelle bietet die von H oro w itz lLlbliotbeea Hagg. I, 59 f.) herausgeg. ״Agada des R. Jsmael", wo I. ebenfalls einen Satz so einleitete ° * כך סח לי אכתריאל יה ד׳ אלחי ישראל ידידי ישמעאל. — Eine andere Stelle des bab. Tractats Berachoth, 51a, in der Suriel der Engelfürst dem I. b. Elischa drei diätetische Regeln giebt, ist wol ebenfalls ein späteres Einschiebsel. —