Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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209 Die Agada der Tannarten. Die Ugada -er Hannaiten. Von vr. Wilhelm Bacher. 5. Israel. Heiden. Christen. In einer Paraphrase zu Lev. 22,32') bespricht Jsmael die Pflicht des israelitischen Volkes den Namen Gottes vor den Nationen der Erde zu heiligen, wie es Chananja, Mischael und Airarja gethan, ״die der Palme gleich aufrecht dastanden, während alle Völker vor dem Götzenbilds sich niederwarfen". Darauf sei in Hohel. 7, 8 hingewiesen, während der folgende Vers mit den ersten drei Worten den Beschluß Gottes ankündigt, ״sich erhaben zu erweisen durch die Palme" vor den Augen der Völker, welche seine Lehre leugnen. — Einen Vorzug Israels vor den heidnischen Völkern sieht Jsmael in Jes. 43,3 ausgesprochen: während es für diese — nach 1f> 49,8 — keine Sühne vor Gott giebt, bilden sie selbst das Sühnegeld für Israel *!. Jerusalem, der dereinstige Sitz des Heiligthums, schwebte dem göttlichen Walten vor, als das Schilfmeer vor Israel gespalten ward *), wie aus der Analogie von Jesaia öl, 9 mit 52,1 erwiesen sei. — Seit das Heiligthum zerstört ist, wäre es Rechtens, daß wir uns des Genusses von '1 Im Zusammenhänge mit dem oben S. 121 gebrachten Ausspruche über die Gebote, SifrL zu 18, S t86d). ')Mech. zu 21.30. חביבין ישראל ׳שנתן הקב״ה אומות העולם כפרה תחת נפשותיהם שנאמר נתתי כפרך וכד. Der Satz steht am Schluß einer Reihe von Antithesen, in denen rituell lösbare Dinge unlösbaren gleicher Art gegenübergestellt sind: diese Reihe bildet die Fortsetzung zu dem oben S. 118 stehenden Ausspruche. *) Mech. zu 14,15 (29 a\ Vraetz,Frankl, MonatsschUft XLH« ». 14