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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 3 · p. Seite 117

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 3
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 117 (sequence 2)
Language
German
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Die Agadä der Tannaiten. 117 sprachen, gewährten '). — Exod. 22, 23. Der Zorn Gottes bedeutet nach der parallelen Stelle Deut. 11, 17 Regenmangel und Exil a). — Exod. 22, 30. Dem ersten Satze des Verses giebt I. die Wendung: Wenn ihr heilig seid, dann seid ihr mein* *). ™ Num. 18, 8. MN bedeutet, daß Gott die Priestergaben mit Freude verlieh. Darauf sagten seine Schüler zu JZmael: Meister, gab es dennauch bei der Verhängung der Sündflut, wo derselbe Ausdruck gebraucht wird (Gen. 6,17), Freude bei Gott? Wol, erwiederte er, es ist eine Freude vor Gott, wenn die ihn erzürnen aus der Welt schwinden, nach Prov. 11,10, ijj 3,8, ip 10,16, ip 104:, 35.*). — Die Aufeinanderfolge des Gesetzes von den Priestergaben nach dem Abschnitte von Korach erklärt Jsmael mit einem S p r ü chw orte, welches besagt, daß oft kleiner Schaden großes Glück bringeß). Die Ansprüche, mit denen Korach gegen das Recht 0 Mech. z. St. (14 b). Die Erklärung ist mit dem Ausdrucke für einfache, wörtliche Schriftdeutung, כמשמעו, eingeleiter. Die Gegenansicht ist von Jose, dem Galiläer. *) Mech. z. St. (95 b), ausführlicher anonym in Sifrs zu Deut. § 43. a) כשאתם קדושים הרי אתם שלי, Mech. z. St. (98 a). 4) Sifrö zu Num. 18,8, § 117. 8) משל הדיוט א*מר לטובתי נשברה רגיל פרתי. Dieses Sprüchmort finden wir in zwei palästinensischen Erzählungen, die gewissermaßen den Ursprung desselben erklären sollen. In der einen, wie in der andern finden wir den Namen des Eli e 2er b. Hyrkanos genannt. Einmal, Gen. r. 0.42 Ans., ist es'dieser selbst, der, als ihm beim Pflügen das im Sprüchworte bezeichnete Unglück widerfährt, den Entschluß faßt zu fliehen und zu Jochanan b. 2akkai zu gehen, dabei ausruft: Zu meinem Glücke brach der Fuß meiner Kuh. In der andern Erzählung hat Abba Judan Gelegenheit, das auszurufen (j. Hör. 48 a, Levr. 0. 5). Dieser, ein sehr reicher und wohlthätiger Mann aus der Gegend von Antiochia, der von Elieser, Josua und Akiba besucht zn werden pflegte, war verarmt; aber der Segen der genannten Weisen bewährte sich und als er auf dem einzigen ihm gebliebenen Grundstücke pflügte, versank seine Kuh in eine Vertiefung und brach das Bein, wobei aber ein sehr reicher Schatz zu Tage kam.

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