Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 554 (sequence 26)
- Language
- German
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554 י Die Agada der Tannaiten. um in's gelobte Land kommen zu dürfen (Deut. 3,23 ff.) '). Jakob wurde gesagt, daß Gott ihn behüten werde (Gen. 28,15) und dennoch bangt ihm vor Esau (Gen. ,32,8׳)■*). David erkannte an seinem Siege über die wilden Thiere (I Sam. 17, 36) seine höhere Bestimmung, indem er sich sagte: Bin ich denn eine so ausgezeichnete Person, daß ich diese Thiere erschlagen -י!., konnte? Vielleicht aber soll mir das andeuten, daß einst etwas. Außerordentliches für Israel durch mich geschehen wird*). Und ebenso sagte Mardochai, als er erwartungsvoll das Schicksal der in, den Königspalast gebrachten Esther verfolgte (Esth. 2,11): Sollte diese Fromme ohne Ursache jenem Heiden vermählt werden? Vielleicht aber soll durch sie für Israel Rettung kommen* * * 4). ') Die hier eingeschobene Auslegung von Deut. 3, 23 ff. darf nicht mehr als zum Ausspruche E.'s gehörig betrachtet werden. *) Die Furcht Jakobs trotz der Versicherung Gottes wurde auch später agadisch erörtert, Gen. r. C. 76, b. Berach. 4 a. Vgl. mein Abr. Jbn Esra's Einleitung zu seinem Pentateuchcommentar, S. 39. *) וכי מה אני ספון שהכימי חיוה רעומ אלו אלא שמא עמיד לאירע לישראל דבר והם עמירין להינצל על ידי. Zu dem Eingang dieses Satzes vgl. die Paraphrase der Mechiltha zu Exod. 16,8 (וכי מה :(ונהנו מה אנו ספוגין שאמם עומדים וממרעמים עירינו. 4) Der ganze Ausspruch ist anonym und ohne die Einschiebung (Anm. I) in Esther r. zu 2,7 und Tanchuma כשלה Ende uufgenommen.