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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 11 · p. Seite 492

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 11
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 492 (sequence 12)
Language
German
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. 492 Die Agada der Tannaiten. erklärt Jener ihnen das Leben zu schenken, wenn sie ihm drei Fragen beantworten., Sie erklären zwar die ihnen vorgelegten Schriftverse^ doch der Römer theilt ihneri. abweichende Deutungen mit, die er von ihrem Lehrer Josua gehört habe 1). Die erste der Fragen betrifft, gleich den agadischen Fragen der Alexandriner ^), den Widerspruch zweier Bibelstellen: Jes. 3,1-3 (Gott steht zum Gerichte über die Völker) und Joel 4,12 (Gott sitzt, um die Völker zu richten) ^). Die zweite Frage bezieht sich auf Prov. 28,19 4), die dritte auf Gen. 35, 17 6). .ל» כך דרש ר׳ יהושע רבכם (י *) S. ob. S. 488. י) Die Lösung J.'s lautet: Gott richtet die Völker sitzend, d. i. mit Bedacht und mit genauer Untersuchung, aber dann erhebt er sich, um als Ankläger — avTcöcxog — gegen sie aufzutreten. I. deutet diesen Vers: Wer Gott dient bis zu seinem Tode — עד מותו »דמהו — der wird in Fülle das Brot der künftigen Welt genießen, die Heiden aber, die Eitlem, d. i. dem Götzendienste nachjagen, werden es entbehren. 8) Die Worte der Geburtshelferin zu Rachel: ״auch dieser ist dir ein Sohn" beweisen, daß eine zweite Geburt Stattfand, und daß mit Binjamin, wie auch mit seinen Brüdern, eine Zwillingsschwester mitgeboren wurde. In b. Baba bathra 123 a wird diese Ansicht in Bezug aus Binjamin, aber auf Grund einer anderen Bibelstelle (Gen. 43,29), von Abba Chalisa (Varianten Chilfa, Chalafta) ausgesprochen, jedoch nur, um eine gleiche Ansicht des Chija b. Abba in Bezug auf Dina aä absuräum zu führen. In Gen.r. a. a. O. giebt eine Glosse zu Josua's von dem Römer citirten Ausspruche Abba Ch.'s Ansicht als ernst gemeint an: כההי» ד»מר »ב» חילפוי בן קורי» תאומה יתירה מלדה עם כממן. — Es ist notwendig, den sAbba^I Chilfa, Zeitgenossen des Amora Chija bar Abba (zweite Hälfte des 3. Jhrts.) von dem gleichnamigen Zeitgenossen Gamliel's II, von dem oben, S. 265, Anm. 5, die Rede war, zu unter- ) scheiden. Dieser, den als tannaitischen Lehrer nicht nur die a. a. O. . erwähnte Baraitha des Jeruschalmi kennt, sondern auch die Tosefta, Demai 4,5 (ב» חילפא בן קרוי» »ומר«), guckermandel im Register M der PersoneMamen bringt die Stelle nicht), birgt sich vielleicht auch unter dem offenbar corrumpirten, sonst nicht vorkommenden Namen חילפתא כן קויג», Tos. Machschirin 3,3. Das «כ« gehört nicht zum Namen, der in Schocher tob LU ip 20 חלפא בן קרוייה lautet, in Jalkut zu xp 20 (§ 680) חלפו ב״ק. In Schocher tob (und Jalkut) zu r// 137 ist «הלב zu לפא«

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