Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Karäische Studien
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 2)
- Language
- German
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Karäische Studien: 269 D) Codex Nr. LIII (23) der kaiserlichen Hofbibliothek in Wien, 1740—41 von Simcha Jsak b. Mose Luzki geschrieben^), phabete der Edition. Als Zahl der Alph. wird im arabischen Titel des 2. Bandes 385 angegeben, ebenso, wie nur noch in dem arabischen Index oder der Epitome des אשה״ב, Codex Petb. 623, laut Catalog Firkowitz. Beide Zeugnisse für diese weitestgehende Zahl dürfen aber nur für eines gelten, da sie auf einem und demselben Codex zu beruhen scheinen; denn vermuthlich war der arabische Cpitomator אברהם כהן בר אליהו הכהן נב״ע בכ״ר הז(?)הנ[קרא] ירידיה הכהן הנטמן בירושלם (1665 בשנת תכ״ה (לספ״ה verwandt mit dem ehemaligen Besitzer des Fischl'schen Codex, Samuel Kohen בנד; denn Jedidja Kohen, der Groß- Vater des Epitomators, gehörte zur Familie Kinzi (vgl. Neubauer a. a. O. S. 27 und weiter S. 45 und S. 48) und mit Josef Kohen in Damask, dem Vater des Besitzers unseres Codex befreundet ('וביום א לקח אותנו כ״ר יוסף הכהן יצ״ו וקרא גם כה״ר יריד bei Gurland גנזי ישראל בס״ט פיטורבורג I- S. 21). Der Vater des Epitomators, Elijahu Kohen, hieß arabisch Abdul-Baki; weswegen die. zweite Un- Lerschrift im Cod. 623 : ע[בד]אלבאקי הע׳ אברהם כהן בכ״ר עאלבאסקי עליה .אלסלאם. Die Angabe bei Neubauer (a. a. O. S. 25), wornach Abrahack Kohen,. Sohn des Eliah el-Baki im Jahre 4809 (1239) einen Auszug aus dem Eschkol hakofer arabisch gemacht haben soll, bedarf der Berichtigung; das Datum muß um 400 Jahre Mfer — oder später noch. — angesetzt werden. l) Der Krafft-Deutsch'sche Catalog S. 63 ff. bedarf stellenweise der Berichtigung. S. 66 im Gedichte des Schreibers Z. 3 habe ich gelesen: כל המצות יפות חומה, was einen guten Sinn giebt. IbicL Z. 12 und 13 von unten muß es beide Male für ט heißen ת. Wenn es S. 67 Zeile 4 ff. heißt : ״Auf der letzten Seits ist wieder eine VerkaufsnM der Handschrift vom Jahre 5559 (1799) eingetragen", und naturgemäß dieser Verkauf, als ein späterer erscheint gegenüber dem auf 101. 106 V des Codex verzeichneten, so beruht das auf einer falschen Lesung des Urkunden-Datums 5529) תקכ״ט), das für 5559) תקג״ט) gehalten wurde, und auf völlige Nichtbeachtung des Inhalts beider Verkaufsurkunden. Der Sachverhalt ist in Kürze folgender: Simcha Jizchak, der Schreiber, hatte den Codex seinem Gläubiger יעקב בא״א כמ״ר שמואל החסיד יעמ״ש (ינוח על משכבו שלום) zum Pfand gegeben. Nach einigen Jahren löste der Bruder des mittlerweile verstorbenen gelehrten Copisten, כמ״ר שמואל, das Pfand ein durch genaue Erstattung der geliehenen Summe, wodurch der Codex in sein Eigenthum übergeht. Das wird ihm am Schlüsse des Codex am Dienstag, dem 9. Elul 5529 (Sept. 1769) durch Unterschrift des Pfandinhabers Jakob b. Samuel-