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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 5 · p. Seite 216

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 5
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 216 (sequence 9)
Language
German
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216 Die Agada der Tannaiten. 3. Chanina, der Borsteher der Priesterschaft. Chanina l) nahm, wie der seinem Namen stets beigesetzte Titel bezeugt, die dem Hohepriester zunächst stehende Würde am Heiligthumea) ein und hat seinen Namen in der Tradition besonders durch Ueberlieferungen aus dem Ritus des Tempels verewigt ^). Er war aber nicht bloß Nachkomme, sondern auch ״Schüler Aharons", in dem Sinne, wie es Hillel empfohlen die bei ihm waren, gefragt, ob er noch die rituelle Trauer zu halten habe. Der Zadok, welcher Elisa b. Abuja, den nachher so traurig berühmt gewordenen Lehrer Meirs befragt, kann nicht der greise Zeitgenosse Jochanan b. 2akkai's gewesen sein, sondern sein Enkel, dessen Vater ebenso wie in der angeführten Mischna als Vater Zadok's bezeichnet wird. Dieser Zadok II. war es wohl auch, dessen Widerstandskraft gegen Verführung durch die Sage verherrlicht ward (Kidd. 40 a). Sein Sohn war der schon von Jüchasin (p. 26 ed. Filipp.) vermuthete El. b. Zadok II, der im Namen Meir's tradirt (M. Kilaim 7, 2), der mit dem nachmaligen Patriarchen Jehuda I. verkehrte lTos. Sukka 2,2) und bei dem Aibo, der Vater Rab's, sich aufhielt (b. Sukka 44 b\ So wie Elea2ar K. Zadok I., nach Moed Kat. l. l., nach Babylonien ging und dort starb, so hielt sich auch, nach b. Sukka l. l. sein Enkel lange in Babylonien auf, da man an dieser Stelle nicht an den Großvater denken darf. Nach Chullin 56 a gäbe es noch einen dritten Zadok, der mit Simai, dem Schüler Nabbi's verkehrte und schon zu den Halbtannaiten gerechnet wird. Vielleicht war dieser des zweiten El. b. Zadok Sohn, und das Geschlecht und der Name Zadok's, des Jerusalemiers, hätte sich demnach bis zum Anfang des dritten Jahr- Hunderts erhalten. Bei den dargelegten genealogischen Verhältnissen der beiden El. b. Zadok ist es unnöthig, mit Frankel anzunehmen, daß der Erstere Eliener, der Andere Eleasar geheißen habe, umsoweniger, als dies nur mit fortwährenden Correkturen durchzuführen ist. Vielmehr alterniren die beiden Namen auch sonst mit einander, auch bei anderen Autoren, die einen von ihnen trugen. — Ganz verschieden und auf Grund von nicht überzeugenden Correkturen hat neuerdings Graeb (Monatsschrift 1881, p. 486 f.) die Lebenszeit Elea2ar b. Zadok's I, bestimmt. ') Auch Chananja, חנניה geschrieben. S. Nabbinowitz, Dikduke Soft, zu Taanith, S. 68. a) <$x selbst über eine damit verbundene Funktion, Joma 39 a. s) Frankel 59, Weiß 1,192.

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