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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 5 · p. Seite 214

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 5
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 214 (sequence 7)
Language
German
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214 Die Agadä der Tannaiten. braucht, mit denen Himmel und Erde, Diesseits und Jenseits/ erschaffen wurde')! Das Verhältniß der beiden Welten, des irdischen und des zukünftigen Lebens, zu einander bildete auch den Gegenstand eines andern, von ihm erhaltenen Satzes: ״Der Fromme in dieser Welt gleicht dem Baume, der im Ganzen auf reinem Orte steht, dessen Laub aber-nach einem unreinen Orte hinneigt; wird das Laub abgeschnitten, so steht der Baum im Ganzen auf reinem Orte. So bringt der Heilige, gelobt sei er, Heimsuchungen über die Frommen in dieser Welt, damit sie die kommende Welt dereinst erben, wie es gesagt ist (Hiob 8,7): Dein Anfang wird gering, deine Zukunft aber wird sehr groß sein. Der Frevler hingegen gleicht in dieser Welt dem Baume, der ganz auf unreinem Orte steht, deffen Laub nur zu reinem Orte hinneigt: wird das Laub abgeschnitten, so bleibt der Baum im Ganzen auf unreinem Orte stehen. ') Ib. In b. Nedanm 62 » ist der zweite Satz durch die Worte קל וחומר als Begründung an den ersten geknüpft. Dieser selbst ist durch die Sentenz Z a d o k' s erweitert und lautet: עשה דברי□ לשכם פועלם ודבר בהם לשמם אל תעשם עטרה להתגדל בחם ואל תעשבש קורדום להיות עודר בו. Der Schluß des zweiten Satzes lautet auch demgemäß; המשתמש בבתרה של תורה עאב״ו. Die Variante לשם פועלם wird von den Commentatoren mit der Beziehung auf Gott erklärt: doch ist der Ausdruck wohl identisch mit der Femininform des Sifrs — לשם פעלם. Bachsa zu Beginn der Einleitung seiner ״Herzenspflichten" citirt: עשה דברי□?פעלם. In Derech erez züta, 0. 2, wo der Satz anonym und sonst wenig anders als in Babli steht, heißt es ebenfalls לשם פעולתם. Die Worte □אל תעש, mit denen Zadok's Sentenz, Aboth 4,5, beginnt, befremden an der Spitze derselben durch das Objektssuffix, ohne daß ein Substantiv, worauf es sich bezöge, vorausgegangen wäre. In dem Zusammenhangs des vorliegenden Satzes hingegen ist das Suffix durch die vorgenannten דברים erklärt. Daraus wäre als Schlußfolgerung zu entnehmen, daß der Satz ursprünglich diejenige Gestalt hatte, m der wir ihn in Babli (und Derech erez zuta) finden, daß er wohl von El. b. Zadok ausgesprochen wurde, aber im Namen seines Vaters, von dem einen Theil des Satzes der Aboth-Tractat mittheilt. Mit Rücksicht hierauf mag wol im SifrS gerade dieser Theil ausgefallen sein.

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