Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Karäische Bedeutung des Wortes mamzer
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829556-2829561-2873431--20873-2873470- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
172 Karäische Deutung des Wortes ממור. Da Jbn Balam diese Deutung schon kannte, so gehört dieselbe jedenfalls in keine spätere Zeit, als die des XI. Jahrhunderts; aber wahrscheinlich in eine frühere, in die Zeit der Existenz des chazarischen Reiches, wie man aus den Worten im : ם׳ העשר "ועם כל וה לא נשאו עול הגלות כי הם גבורים ובעלי המלבות ושררות ולא יתנו מם לגוים" schließen kann. In diesen Worten liegt auch eine Verkleinerung der Verdienste der Chazaren und eine Hinweisung auf ihre Unähnlichkeit mit dem wahren Israel. Geschichte der Juden in der Stadt Stendal vom Ende de6 l3. Jahrhunderts bis zu ihrer Vertreibung im 3.1510. Von Dr. Z. Landsberger. Für die Geschichte der Juden in der Stadt Stendal sind unseres Wissens chroniealische Nachrichten, wenigstens aus christlichen Kreisen, nicht vorhanden; die spärlichen uns erhaltenen oder richtiger durch den Druck bekannt gewordenen י) urkundlif) Mit der Herausgabe des viele Bände umfassenden Codex äiplomatieus BrandenTmrgensis hat Riedel sich gewiß ein hohes Verdienst um die Förderung der vaterländischen Geschichte erworben; allein die Aufgabe, welche der genannte Gelehrte sich stellte, war eine zu große, als daß zu ihrer nach allen Richtungen hin genügenden Lösung die Kräfte eines einzelnen, wenn auch begabten und fleißigen, Mannes hätten ausreichen können. Es darf daher keineswegs befremden, daß außer mancherlei Mängeln anderer Art, Vollständigkeit bei weitem nicht erreicht ist. Im Laufe der Jahre sind denn auch die Lücken durch Publikationen von anderer Seite her zum Theil ausgefüllt worden, und es hat hierdurch auch das auf unfern Gegenstand sich beziehende Material eine kleine Bereicherung erfahren.