Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 3 · p. Seite 124

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 3
Article
Aus der Gedächtnißrede am Sterbetage des Stifters des jüdisch-theologischen Seminars, Jonas Fränckel, am 27. Januar
Date
1882-01-01
Page
Seite 124 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2829132-2829556-2829560-2873367--20815-2873405
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

24 Aus der Gedächtnißrede am Sterbetage des Stifters betreff der Religionsgesetze. Als aber die zahlreichen Jünger Mel's und Schammai's den belehrenden Umgang ihrer Meister »ernachlässigt hatten, entstanden Meinungsdifferenzen und Streiigkeiten unter ihnen, und es entstanden gewiffermaßen zwei-!rlei LehrenEs ist überflüssig zu bemerken, daß Hillel Schammai und ihre Jünger in Herodes' Negierungszeit gelebt and gewirkt haben. Wir kommen damit auf unfern Ausgangs- »unkt zurück. Die Klage über die Pflichtversäumniß der Jünger aus diesen beiden Schulen klingt eigentlich recht befremdend. Warum haben diese den Umgang und die Ueberlieferung ihrer Meister vernachlässigt? Welche andere Lebensaufgabe hatten sie denn, als die Lehre oder die Lehren ihrer Meister zu empfangen und treu weiter zu überliefern? Aber diese Klage wird verständlich und erhält Relief durch eine authentische Erzählung des Geschichtschreibers Josephus, daß eine große Anzahl derer, welche zu diesen Schulen gehörten, sich allzusehr und allzutief mit der Tagespolitik befaßt haben. Sie haben sich mit Herodes' ehrgeiziger Schwägerin, der Frau seines jüngsten, schwachköpfigen Bruders Pheroras, und noch andern intriganten Weibern und seinen Kämmerlingen eng ver- Hunden, um diesen verhaßten Emporkömmling und Römerknecht zu stürzen, oder richtiger ihn aus dem Leben zu räumen. Es war eine trübselige Zeitlage, die Regierungszeit dieses Königs. Er hatte sich durch einen Blutstrom den Weg zum Throne von Judäa gebahnt, hatte die Edelsten und Besten des Volkes hinschlachten lasten, hatte mit Hilfe der Römer das Volk Tosefta Chagiga n, Sota XIV, Synhedrin VII, Jerus. das. l9v und babli 88 b, Sota 47 b אטר ר' יוסי בתהילה לא היו מחלוקות בישראל ... . משרבו תלמידי שמאי והלל שלא שטשו כל צרכן הרב רבו) טחלוקוח בישראל ונעשו שחי תורות Var). So die L A. in Tos. und Jerus.; babli dagegen: ונעשית התורה בשתי תורוה.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.