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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 2 · p. Seite 86

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 2
Article
Das Todesjahr des Rabbi Isak bar Scheschet
Date
1882-01-01
Page
Seite 86 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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9H Das Todesjahr des Rabbi Jsak Bar Scheschet. Aas Todesjahr des Mabbi Jsak Mar Scheschet. Von Prof. vr. David Kaufmann. Auf der akademischen Kunstausstellung in Berlin fesselt den Blick des Besuchers ein Bild, das mehr noch als durch sein glänzendes Colorit durch die stimmungsvolle Behandlung des landschaftlichen Momentes und durch feines Gefühl in der Gruppirung seiner Gestalten aufsällt. Den Freund des Schönen entzückt daran der künstlerische Werth, das bedeutende Gemälde, — uns ist es mehr. Nach nahezu fünf Jahrhunderten, durch die Jsak Bar Scheschets Grab an der Meeresküste von Algier Wind und Wetter und den Unbilden der Menschen wie zum Trotze sich erhallen hat, vereint sich noch alljährlich an seinem Gedächtnißtage so viel Andacht und fromme Innigkeit um seine Ruhestätte, daß der feierliche Vorgang vermögend war, das Herz eines europäischen christlichen Künstlers zu rühren und ihn zu dem Entschlüsse zu bestimmen, diese Scene durch seinen Pinsel festzuhalten. Denn nichts Anderes als die Grabesfeier unseres Jsak Bar Scheschet ist es, was da Wilhelm Gentz mit sicherem Blick und künstlerischer Hand auf die Leinwand gezaubert hat. Ein gar wundersam greifbares Stück menschlichen Nachruhms erzählt das Grab des alten Talmudheros auf dem Bilde des Berliner Professors und Senators der Kunstakademie. Weil die Weihe seines Gegenstandes ihm das Herz gerührt hat, darum leuchtet sie wie mit mildem Scheine aus seinem Werke, ein Sonnenblick aus jenem Reiche des Guten und des Schönen, das von keiner Spaltung nach Bekenntnissen weiß. Gedächtnißfeier des Rabbi Isaak Barchischat in Algier, gest. 1408, sagt der Katalog der Ausstellung von unserem Bilde. Sollten auch hier wieder einmal, dachte ich, die Steine geredet haben, wo die Geschichte

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