Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Peripherie im Buche Esther
- Date
- 1882-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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MhllMmgen. Ueöer die Peripetie im Buche «Lsther. Von vr. Horowih, Oberrabbiner in Crefeld. Das Buch Esther macht nach seiner ganzen Composition, nach dem Gange der Begebenheiten und Handlungen von der Schürzung bis zur Lösung des Knotens unleugbar den Eindruck eines Dramas, dem nur die äußere Form dazu fehlt. Mögen die hier dargestellten Ereignisse noch so sehr historisch begründet sein, die Art, wie die geschichtlichen Facta aneinander gereiht sind und — ich möchte sagen — die Auswahl dieser Facta macht den Erzähler zum Dichter. ״Liegt ja die Aufgabe des Dichters offenbar mehr in der G e st a l t u n g der Fabel . . .; sollte es sich auch treffen, daß er wirklich G e s ch e- Heues darstellt, so ist er darum doch nicht weniger Dichter, da unter dem wirklich Geschehenen doch Manches Vorkommen kann, was der Wahrscheinlichkeit und Möglichkeit gemäß ist, und dadurch, daß er es s o darstellt, ist er ja der Dichter" (Aristote- Äraotz-Frantt, Monatsschrift xxxl. S. 4