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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-12-01 · Heft 12 (Dezember 1881) · p. Seite 568

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 12 (Dezember 1881)
Article
Meir b. Simon und seine Schrift Mischemeth Mizwa
Date
1881-12-01
Page
Seite 568 (sequence 15)
Language
German
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668 Melr b. Simon und seine Schrift Milchemeth Mizwa. Recanati טעמי המצות p. 4 b: החכם ר׳ עזריאל ז״ל בפירוש שיר השירים שלו כי הא רמום מלם בעשרה הרבתה, v. Bahir p. 7b:;• mo איתם י' (ספירות כנגד י׳ רבחח ובכלל אוהן י׳ נכללו התג. Bei dieser Uebereinstimmung beider Schriften, die durch , weitere Parallelstellen noch mehr erhärtet werden könnte, liegt wohl die Bermuthung nahe, daß der Verfasser der einen Schrist nicht bloß die andere gekannt und benutzt hat, in einer Weise,; die, da die Quelle nicht genannt ist, schon an ein Plagiat streift, : sondern daß beide Schriften von einem und demselben Verfasser, n nämlich Asriel, herrühren. Schreibt doch M e! r b. S i- : man dem Verfasser des Bahir auch einen Commentar zum Hohenliede zu. Me'ir nennt auch deffen Conrmentar zum Buche Jezira. Daß Asriel auch einen solchen verfaßt habe, ist wahrscheinlich, wenn wir auch Bedenken tragen, ihm den den Namen N a ch m a n i' § tragenden Jezira-Commentar zu vindiciren (Jellinek, Mose de Leon p. 16, 46). Die Annahme, daß Asriel der Verfasser des Bahir sei, wird durch folgendes Citat in einer Handschrift unterstützt, Cod. de Nossi 1420, XXI (v. H. B. XII, 116, XVIII, 18, wo zuerst auf dieses wichtige Citat hingewiesen wird) führt an: לשון החכם ר׳ עזריאל ז״ל כספר הבהיר אסרו טאי קרבן שהוא מקרב הכחוה. Dis Stelle findet sich im Bahir p. 6 b und erinnert an Chagiga I I b מקריב(מיכאל) גשטהן של צדיקים• Asriel lebte in dem Zeitalter Maimuui's und unmittelbar nachher, als der philosophische Geist sich mächtiger denn je regte, die Erkenntniß der Vernunft über den Buchstabenglauben setzte und nach der gedanklichen Klärung des Judenthums strebte. Gegen diesen Geist reagirten diejenigen, dis am Buchstaben hingen. Sie stützten sich auf den geheimen Sinn, den ihnr seit frühester Zeit die Aggada untergelegt hat. Sie suchten die. mystischen Elemente auf, die im Talmud und Midrasch und in einzelnen in der gaonäischen Zeit verfaßten Schriften zerstreut sind, sammelten und fügten sie zusammen und bil-

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