Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1881)
- Article
- Meir b. Simon und seine Schrift Mischemeth Mizwa
- Date
- 1881-12-01
- Page
- Seite 565 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Mei'r b Simon und seine Schrift Milchemeth Mizwa. 56S! tere bieten daher für die genaue Bestimmung des Zeitalters des Compilators keinen sichern Anhalt. Letzterer kann ebensogut wie der genannte Elasar b. MoseHadarschan, wahrscheinlich der Vater von Mose Ha dar sch an, der um 1280 gelebt hat (v. Zunz Literaturgesch. der synag. Poesie p. 622, Maharil ms. Cod. Benzian 13, H. B. IX, p. 23) um 1250 gelebt und geschrieben haben. So wäre das Zeitalter, in dem der Bahir zuerst aufgetaucht und sicherlich auch verfaßt worden ist, ungefähr begrenzt als die Wende des ersten und zweiten Drittels des dreizehnten Jahrhunderts und wir stehen nun vor der schwierigern Frage, wer der Verfasser deffelbentsei. Man rieth auf Elasar aus Worms (v. Jellinek, Moses b. Schemtob de Leon p. 20), was aber nach dem, was oben über Elasar bemerkt wurde, unzulässig ist. Die. Stelle im Bahir 6t>: שאלז מלמידת אח ר׳ אליעזר רכינו ט״ד קדש לי כל כמר ist sicherlich ein Citat aus dem Talmud oder Midrasch. Für die Annahme, daß R. Isaak der Blinde, der Sohn des R. Abraham b. David aus Posquiers (ca. 1 ISO— 1210) der Verfasser sei (v. Landauer, Orient a. a. O. und Jellinek Auswahl p. 14), giebt es keinen genügenden Anhalt. Die'. meiste Wahrscheinlichkeit hat die Vermuthung für si-li, daß der berühmte und viel genannte Kabbalist A s r i e l, der ca. 1238 - gestorben ist, der ein Schüler Isaak des Blinden und , der Lehrer Nachmani' s gewesen sein soll (v. Jellinek, Beiträge - II, p. 32, Eat. Bodl. p. 755) den Bahir verfaßt habe (o. Letterbode a. a. O.). Derselbe wurde öfter mit dem Kabbalisten Esra, der sein. Zeitgenosse und vielleicht gar dessen Schwieger« ,; vater wohl ebenfalls aus Gero na war, verwechselt. Einige ,-, behaupten die Identität beider (Landauer Orient VI, Litbl. p. y 196, Jellinek a. a. O., Cat. Bodl. a. a. O.). Die Beweise für, diese Identität sind deshalb nicht stichhaltig, weil bei dem Gleich« klang der Namen eine Verwechselung Leider vorgekommen sein