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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-10-01 · Heft 10 (Oktober 1881) · p. Seite 451

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 10 (Oktober 1881)
Article
Meir b. Simon und seine Schrift Milchemeth Mizwa
Date
1881-10-01
Page
Seite 451 (sequence 8)
Language
German
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Mc'tt׳ b. Simon »nd seine Schrift Milchcmeth Mizwa. -151 ביטים קדמונים שלח מלך קרלוש למלך בכל שישלח לו מזרע המלוכה חכם משבט יהודה ושלח לו רבי מכיר ונגלו שליש העיר מנרמנה כעח כבשוהו מישמעאלים והיא תרעו ראשי גליות ושופטים והיה שם לגאון רב טוררוס הנשיא מזרע רבי מכיר ובי. Diese Notiz ist angeblich dem Sefer Ha-Kabbala (des Abra- Ham b. David) entlehnt, aber sie findet sich in den Ansgaben dieses Werkes nicht. Die Weglassung eines so wichtigen Passus erscheint doch seltsam. Von km angeblichen R. M a ch i r wissen die anderen jüdischen Quellen absolut nichts, Sacuto ist der einzige, der ihn nennt. Der genannte König soll doch wohl der Kaiser Karl der Große sein, von dem allein bekannt ist, daß ec in freundlicher Beziehung zu dem Chalifen voir Vagdad stand. Die Nachricht an sich ist ebenso wenig glaubwürdig wie die, daß er eine gelehrte Familie - Kalo n h in o s und dessen Sohn — ans Luc ca nach Mainz verpflanzt habe (v. Emek habacha ed. Letteris p. 13, Zunz, Literaturgesch. der synag. Poesie p. 105, Graetz Gesch. V, p. 218, Groß, Monatsschr. 1878 p. 249) und wohl nur darauf zitrückzuführen, daß Karl der Große, wie die Karolinger überhaupt, die Niederlassung auswärtiger jüdischer Gelehrten in ihren Säubern gestattet oder gar begünstigt haben. Ist die Sendung des R. Machir auf Anregung Karls des Großen oder auch nur durch seine Begünstigung erfolgt, was hat dies mit der Eroberung von Narbonne zu thun, die doch i» eine frühere Zeit fällt (s. oben)? Man muß also entweder die beiden Facta ga!1z auseinanderhalten, wenn sie auch in dem betreffende» Passus init einander verknüpft werden, oder die Niederlassung des R. Machir selbst in eine frühere Zeit verlegen; dann aber können wir uns der Frage nicht erwehren, warum gerade der dritte Th eil der Juden aus der eroberten Stadt verbannt — denn auf sie bezieht sich ja doch die Angabe — ja warum überhaupt dis Juden verbannt wurden, da sie sich doch der Gunst der neue» Herrscher erfreuten. 2s*

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