Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 9 (September 1881)
- Article
- Die Anfänge der Vocalzeichen im Hebräischen
- Date
- 1881-09-01
- Page
- Seite 395 (sequence 1)
- Language
- German
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Die Anfänge der Vocalzeichen im Hebräischen. Eine m a s o r e t i s ch e Studie. Die Unfänge -er Gocalzeichen im Hebräischen- (SchloS.) So viel ist gewiß, daß die Wahrnehmung ähnlich klingender Wörter in der heiligen Schrift das Bedürsniß geweckt hat, diakritische Punkte anzubringen und dadurch den schwachen Ansatz zur Vocalisation zu geben. Daher bedeutet in der Sprache der Grammatik zugleich נקודה Punkt und Vocal, eben so wie im Syrischen גקיזא. Aus der zuletzt angeführten Piece der Ben-Ascherscheu Grammatik (o. S. 367) geht hervor, daß diese Punkte so oft angebracht wurden, so weit es Aequivoca gab, d. h. beobachtet wurden, nicht bloß bei den in der Masora aufgezahlten Wörtern mit beginnendem 3 ,2 ,ל und ו bei variirender Pokalisation, sondern auch bei sehr viele» andern, z. B. so oft in der Bibel צוד als Fels und 118 als Stadt vorkommt. Diese Beobachtung setzt schon eine gewisse lexicalische und grammalische K e n n t n i ß voraus. Man muß aber einräumeu, daß Grammatik und Lexicographie selbst in ihren ersten Anfängen nicht Sache der semitischen Völker waren. I» den weitschichtigen beiden Talmuden stoßt man nur höchst selten auf eine, wenn auch naheliegende grammatische Regel. Die Syrer haben eben so wenig ihre granimatischen Anfänge aus eigener Initiative producirt. Für sie waren die griechischen Philologen Meister und Lehrer. Die Schließung der Philosophenschstlen Athens und Alexandriens durch Jnstinians fanatische Orthodoxie (S2S) und die Auswanderung der Träger der griechischen Wissenschaft nach