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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-08-01 · Heft 8 (August 1881) · p. Seite 273

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 8 (August 1881)
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1881-08-01
Page
Seite 273 (sequence 6)
Language
German
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373 Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde. Irenzlau) 494 T. ff. ״DakianoS und die Siebenschläfer" geworden, wo sie blos 7 Jahre schlafen. Ebenso wie der Orient und wahrscheinlich durch seinen Eiltfluß, kann der Occident auch seine ״Siebenschläfer'" answeisen. So erzählt namentlich Paulus Tiaconus im ersten Buch von den Thaten der Longobarden, eap. 3, dag ״an den äußersten Grenzen Deutschlands gegen den Circius hin, dicht an der Küste des Oceans eine Höhle unter einem hervorragenden Felsen sichtbar sei, wo sieben Männer — man weiß nicht, seit wie lange — in langem Schlununer betäubt liegen, wobei sogar ihre Kleider unversehrt geblieben sind, und daher von jenen barbarischen Völkern als Heilige verehrt werden. Als einst jemand ihnen ihre Kleider ausziehen wollte, solle» sie ihm seine Arme ansgeriffen haben." S. Grimm D. Sag.^ II, S. 27 f. Ar. 329 : ״Die sieben schlafenden Männer in der Höhle." An diese reiht sich die Sage von den sieben Heiligen, die Gregor von Tours erwähnt, die zusammen mit dem hl. Martin bei Tours ein Kloster errichtet haben. Die seien plötzlich gestorden und hätten nach dem Tode ihre blühende Farbe und ihr zesundes Aussehen lauge Zeit hindurch erhalten, so daß sie dem herbeiströmenden Volke blos als Schlafende erschienen. Ausführlicher hat Jken: Touti-Nameh S. 289—31 l diese Le« genden behandelt. In den Gesta rom. c. 158 ed. Oesterley p. 338 wird erzählt, daß in Rom der unverweste Körper eines trojanischen Helden aufgefunden wurde. Eine nordische, fast schon geschichtliche Sage erzählt: Snäfridr, die schönste Frau, Harald's des Haarschönen Gemahlin stirbt, und ihr Antlitz veränderte sich nicht im Geringsten und sie war noch ebenso roth, als da sie lebendig war. Der König saß bei der Leiche und dachte, sie würde wieder in's Leben zurüäkehren; so saß er drei Jahre." Haralds-!aga cap. 25, Grimm, K. H. Märch. III, S. SV.

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