Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1881)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1881-06-01
- Page
- Seite 277 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Reeensionen. 277 Uecenstonen. Zeitschrift für die a ltte stam en t ali s ch e Wissenschaft, h er au s ge ge b en von Prof. vr. Bernhard Stade, mit Unterstützung der Deutschen Morgen ländischen Gesellschaft. Jahrgang 1881. Heft I. Gießen. (Fortsetzung.) Die Gründe von den materiellen Momenten sind noch tristiger. In Deutero-Zacharija wird das Vorhandensein deS assyrischen Reiches und des Hauses Joseph oder Ephraim ohne Weiteres vorausgesetzt. Gleich der Anfang spricht von politischen Situationen, welche in der »achexilischen Zeit, d. h. während der Herrschaft der Perser gar nicht denkbar sind. Er spricht von Damaskus, als einem noch bestehenden Reiche, von Hamat, von Tyrus, Sidon und philiftäischen Stadtrepubliken, die doch in der nachexilischen Zeit gar nicht mehr existirten, sondern in der nenperstschen Weltrnonarchie untergegangen waren. Tyrus wird gehöhnt, daß es Silber wie Staub häuft und Gold wie Straßenkoth. Es muß also damals noch Selbstständigkeit und eigene Neichthümer besessen haben. Alle diese Gründe wiegen aber in den Augen des HerauSg. nicht schwer genug. Er stellt von Neuem — und zwar an der Hand der Kritik — die Ansicht auf, daß auch die 6 Kapitel nachexilisch seien, daß ganz Zacharija ein einheitliches Ganze bilde und daß es folglich nicht einen Deuters- und also auch nicht einen Trito-Zacharija gäbe. Denn entzieht man die letzten Kapitel dem nachexilischen Zacharija, so muß man außer