Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-04-01 · Heft 4 (April 1881) · p. Seite 182

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 4 (April 1881)
Article
[Rezension]
Date
1881-04-01
Page
Seite 182 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829542-2829547-2872708--20187-2872759
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

182 Recension. zeitig Bestimmungen über die Entschädigungen, die den Leviten-! Priestern in den zahlreichen Cultusstätten des Landes für die [ ihnen entzogenen Beneficien gewährt werden sollen, so vor Allem j die Einführung des alle drei Jahre zu entrichtenden sogenannten ״Armenzehnten." Für Ezechiel steht die Einheit des Cultus bereits außer Frage, und er hat durchaus keine Veranlassung, dieselbe zu betonen. Hingegen will er, über das Deuteronomium hinausgehend, die Berechtigung zum Priesterdienste nur auf die erbeingesessene Priesterschaft in Jerusalem, die Söhne Zadok's, beschränkt wißen, die übrigen Levitenpriester degradirt er zu ״Le> orten," d. h. Hierodulen und motivirt diese Erniedrigung mit ihrer bisherigen Abtrünnigkeit» die sie büßen sollen. Da aber die gibeonitischen Tempelsklaven bislang als Hierodulen fungirt hatten, so schließt er sie, um Raum für die Leviten zu schaffen, von jeder Verwendung im Tempel aus und macht sie zu ״Arbeitern der Stadt."; Der Priestercodex endlich setzt diese Scheidung zwischen i Priester und Leviten, die Ezechiel als eine Neuerung bezeichnet,? als von Anfang an bestehend voraus; nach seiner Darstellung! haben die Leviten niemals Priesterdienste verrichtet, sondern waren stets die Hierodulen der Ahroniden, welche ausschließlich mit dem Namen ״Priester" belegt werden, und schon während der! Wüstenwanderung Israels haben die Leviten den untergeordneten Dienst im Centralheiligthume, dem Stiftszelte, in praxi versehen. ' Die Aehnlichkeit in der Ausdrucksweise Ezechiels und des Priestercodex erklärt Maybäum einfach durch die Annahme, daß der Versaffer des Codex dem Schülerkreise Ezechiels angehörte > und dem Meister soviel als möglich nachahmte. Damm aucd und aus mehreren anderen inneren Gründen tritt Maybaum der Ansicht entgegen, daß der Priestercodex in seiner ursprünglichen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.