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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-04-01 · Heft 4 (April 1881) · p. Seite 161

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 4 (April 1881)
Article
Das Land "Hagar" in der hebräisch-mittelalterlichen Literatur
Date
1881-04-01
Page
Seite 161 (sequence 17)
Language
German
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Das Land ״Hagar" in der hebräisch-mittelalterlichen Literatur. 161 Vergeltung erblickten *). Die Juden haben selbstverständlich diese Ansicht getheilt und sicherlich viel von dem Lande gesprochen, in welchem ihre Verfolger den Untergang gefunden hatten. Daß aber die Schaaren Walther's, Peter's des Einsiedlers, Volkmar's und Gottschalk's nach einander von den Ungarn geschlagen, endlich aber das fast 800000 Mann starke Heer der Kreuzfahrer unter Emicho bei Wieselburg und Ungarisch-Altenburg von dem ungleich kleinern Heere der Ungarn unter König Koloman vernichtet werden konnte, war zumeist den durch Berge und Flüsse, danrals auch durch Sümpfe und Wälder geschützten Grenzen des Landes zu verdanken, ein Umstand, welchen die zeitgenössischen Schriftsteller, aber auch die späteren jüdischen Chronisten scharf genug hervorheben *), so daß die, nur an wenigen Punkten zugänglichen imb daher leicht zu vertheidigenden, natürlichen Grenzen von Ungarn seit dieser Zeit, also seit dem Jahre 1096, in ganz Europa viel besprochen und ebenso bekannt waren, wie heute die Karpathenpässe, der Rothethurm-Paß und das eiserne Thor. Es ist daher natürlich und in den damaligen Zeitverhältnisscn begründet, daß Raschi, wenn er den talmudischen Ausdruck שערי מדיגווז erklären und ein Beispiel beibringen will, g er a d e a u f U n g a r n verweist. Die drei Worte, mit welchen er seine Erklärung schließt: מון ארץ הגר, sind zu einer Zeit, wo die Inden den mit ihrem Blute bezeichneten Weg der Kreuzfahrer so eben noch mit ängstlicher Spannung verfolgt hatten, vielsagende Worte gewesen. (Schluß s-lgt.) ')®tuet( a. a. O. VI, S. 434. >) Die, zumeist von geistlichen Scribenten herrührenden, christlichen Berichte s. bei K a t o n ä, Elistoria critica regum Hungariae stirpis Arpadiauae III, S. 29 und 35 ftg. Vgl. Joseph ha-Kohen's ם' דברי חיטים לטלכי צרפת u. s. w. S. 8 b flg. Die Karpathenpässe wurden noch im XIII. Jahrh. allgemein »portao« genannt; s. Szab 6 Karoly, Hagyarorsz. törtdnetenek forräsai, S. 97. «tat«, VHoiMttffttift xxz. 4. 11

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