Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 3 (März 1881)
- Article
- Über yisa
- Date
- 1881-03-01
- Page
- Seite 123 (sequence 11)
- Language
- German
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Uebcr עיסה, 123 Denn durch den Nachweis ihrer reinen Abstammung genossen dieselben das Vorrecht, einen Sitz in den großen Nichtercollegien und insbesondere im hohen Nathe einnehmen zu können'). Ferner waren auch manche den nichtpriesterlichen Israeliten gestattete Verrichtungen bei den Opfern von einem solchen Nachweise abhängig * *) und endlich waren sie dadurch noch besonders befähigt, Ehen mit Priestern einzugehen. Von der zweiten Klasse mögen vielleicht auch die Nethinim ein gewisses Gewicht auf ihre Genealogie gelegt haben wegen des Vorzugs, gewisse Dienste beim Tempel verrichten zu können. Vielleicht hatten auch die Knechte Salomos gleiche oder ähnliche traditionelle Beschästigungen und »lögen daher in ihrer alten Genealogie auch einen gewissen Vorzug gesehen haben. Welches Interesse hätte aber der dritte Stand, der des gemeinen Volkes gehabt, den an seiner Abstammung haftenden Zweifel und Makel durch eine Fortführung seines Stammregisters für alle Zeiten dokumentarisch zu verewigen V Man ist daher wohl zu der Annahme berechtigt, daß ein sehr großer Theil des Volkes, ja der bei Weitem größte, sich von der Eintragung in diese öffentlichen Verzeichnisse frühzeitig fernhielt und diese ganze Institution mit Mißgunst ansah. (Schlufolgt.) ') Sanhedrin 32 a, Kidimschm 70 a und Maimon Sanhedrm 2,1. *) Toßafot Ketubot 24 b Schlw. חד und Kidduschin 76 a Schlw. צריך.