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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1881-03-01 · Heft 3 (März 1881) · p. Seite 111

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
30 (1881)
Issue
Heft 3 (März 1881)
Article
Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester
Date
1881-03-01
Page
Seite 111 (sequence 15)
Language
German
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Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester. IN und Berechnung des Erreichbaren geleiteten wilden Patrioten. Sie ivurden noch vermehrt durch die Söhne des Stifters der Zelotenpartei, Jacob und S i m 0 u. Vergebens hatte der ziveite Procnrator diese -ans Kreuz nageln lassen. Ihre M.lier fehlten nicht; die Stifter der Sikarierbanden Eleasar Ben-Dinai und Alexander (wahrscheinlich identisch mit dem in den talmudisehen Quellen.genannten Techina) fielen 8!ö»«er und römisch gesinnte Jndäer meirchlingS an und erinllten das Land mit Schrecken. Hand in Hand damit ging die Zügellosigkeit der aristokratischen Familien, wozu zu allererst die hohenpriesterlichen Häuser gehörten, welche es den Römern an Sittenlongkeit und Unzüchtigkeit nachtynen wollten. Das ist die Zeit, von welcher die talinudischen Quellen sagen, ״daß die Entartung zug e n o »r m cu h a t" : 2'Lnon משר־בר. Also in dieser Zeit haben es die ehrlich Frommen für eine Blasphemie gehalten, wenn der dreimalheilige Goltesname von solchen Entartelen und vor dem Ohre solcher Entarteten ausgesprachen werdensollte. Seit dieser Zeit also nannteir die Priester beim Priestersege» statt dessen den Rainen ״Adonai", und der H.P. selbst sprach den Gotlesnamen nur leise ans. Mil Recht ivird also diese Abrogation änsterlich an die Zeit nach dein Tode des H.P. Simons des Gerechten geknüpft, d. h. wiederum in der trübseligen Zwischenzeit seit dem Tode Agrippa's. Es kann also darunter nur Simon KantheraS verstanden werde>i, oegen Tod als teruüuus a. quo angesehen ivirrde. Auch das, was das Scholion zu Megillat Taarril tradirl (wahrscheinlich ans einer unlergegangencn Boraita), von der Anrede des H.P. ״Simons deS Gerechten" au daö Volk kirn Eintreffen des Schrecken erregeilden Befehles von Casus Caligula, eine Bildsäule in den Tempel zu stellen, kan» recht gut historisch sein, wenn man sich darunter Siuron KaulheraS denkt, der damals lebte, wenn auch nicht gerade in dieser Zeit als

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