Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1881)
- Article
- Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester
- Date
- 1881-02-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
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58 Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester. disscntirenden Theorie Folge zu gebe», bestätigt Josephus. Er rcserirt*) : ״Von ihnen (den Sadducüern) wird fast nichls aus־ geführt. Selbst wenn sie znr Macht gelangen, fügen sie sich dem, waS der Pharisäer spricht, wenn auch ungern und mit Ueberivindnng, weil sie sonst von der Menge nicht geduldet werden würden." Nach Beendigung deS Kampfes unter den faddüeäischeir Fürsten haben also die Saddueäer nicht gewagt, offen ihrer Tbeorie Geltung z» verschaffen. Es gehörte also eine besondere Kühnheit dazu, wenn ein H.P. der pharisäischer: Lehre Opposition gemacht hat, und diesen Mnth besaß einzig und allein der H.P. A na», So h n des A «an, kurz vor den: Ausbruch der Revolution. Josephus erzählt nämlich von diesem ausdrücklich, daß er als H.P. die sadducäiscben Grundsätze bethätigt habe. Er sei nämlich sehr kühn und wagehalsig gewesen. Als er nach dem Tode des Landpflegers FestuS, ehe »och dessen Nachfolger AlbinuS in Judäa eingetrofsen war, von den: Könige Agrippa II. zum Hohenpriester ernannt worden mar, habe er es für gelegen gehalten, ein Tribunal von sadducüischen Richtern einzusetzen, um diejenigen, welche die pharisäischen Nichter wegen ihrer milden Auslegung der Strafgesetze verschont hatten, anklagen und steinigen zu lassen *). Josephus spricht zwar nur von strafrechtlichen *) Jejepbnr- 'Jlltcrtb. XVIII, 1, 4 : llquaofraC le an’ uvztüv (t<öv 2u<i<)<>t׳x1uwr) aviiiv, wg enog tintiv. ״Onoie ynq f.vi j1aqiX'A0u\\ dxovßimg fuv xui xar' ärek!)->!rc, nqoaxioquvoi 6’uvv uii ״ *iHujiaului Xiyu, äiü zu ju<} äXXojg dvtxzovg ytviaücu 1u1i nXijiftaiv. *) Das. XX, ü, I. O dt ßaaiXetg <}(fi1Xf.ro fj.lv zov */נס• atjnov n]v äyxitQwdh'^v, /״, dl ’Arävor naiÖt, xal avzm *Avawp Ktyofiivin^ «}väiaäoxt)v tyg KwxL . . .,O dlvuoztqog "Aravog, ov zi]v dqxttqoiffi'v^r t<j<tf.1tv naqeiX'iffivai, iXqaavg^ t)v zov tQÖnov, xal zoA/utnjs diatftqövtm, ai'qeoiv Jl tUT{jt1 r/jv 2'addovxaio»׳, oi'ntq elai ntql tag xqiauc cfyiöt naqu mlvzag zotig 'loväaiovg. —