Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 30 (1881)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1881)
- Article
- Zur Geschichte der nachexilischen Hohenpriester
- Date
- 1881-02-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
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Zur Geschichte der nachezilischen Hohenpriester. 5S jerusalemischen Geschlechte entstammte so will es höchstens besagen, daß seine Vorfahren bereits in Jerusalem au^ofiebett waren. Jedenfalls ftammteit vier von den von Herodes eingesetzten Hohenpriestern ans dem Auslände. Man kann daher daraus folgern, daß auch der fünfte, Jo sevh, Lohn des P h a» des, ebensowenig ein Ur-Jerusalemer gewesen war. Dieser war wahrscheinlich der Urahn des hohenpriesterlichen «Geschlechtes Phabi oderPhiabi, welches ebenfalls einige Hohenpriester stellte. Characteristisch für diese Zeit ist der in den Talmuden tradirte Dialog zwischen diesem Joseph b. Ellem und dem Könige, der, welm auch nicht steirographisch treu, doch dem Hairptinhalt nach historisch sein kann. Der König, der mit ihm redend ein geführt wird, war Herodes, unter welchem eben die Vertretung stattgesnnden hat. Ihm deutete Joseph b. Ellem an, daß er, da er einmal snngirt hat, Hoherpriester bleiben möchte. Herodes, der den Wink versteht, giebt ihm aber zit verstehen, daß er nch mit diesem einen Male begnügen muffe. Daraus entnahm Joseph: er werde nie zum H.P. ernanitt werden. Daran erkennen wir den ehrgeizigen Zug dieser hohenpriesterlichen Emporlömmliuge. Joseph hat keinen Anstand genonnnen, seinen Verwandten ans der Würde verdrängen zu wollen. Diesen Ehrgeiz hat Herodes, selbst Parvenü, geweäl und genährt. II. S i m o n b. K a m i t h o s. Die talmndische Literatur hat noch eine Tradition von einem anderen der absetzbaren Hohenpriester erhalten, die, um historisch verwerthet zu werden, erst rektificirt werden muß. Sie ist an mehreren Stellen enthalten. *) Josephus Alterth. XVII, 4, 2: KaiUffty <Je MutiHav *׳►•״ Geoy.tt.ov, ' leQoaolv/UTtjv yivtt.