Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 11 (November 1880)
- Article
- Ein Beitrag zur Geschichte der Juden im ehemaligen Herzogthum Ostfranken
- Date
- 1880-11-01
- Page
- Seite 509 (sequence 14)
- Language
- German
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im ehemaligen Herzogthum Ostfranken. 509 Sohn Jsaac Levi aus Altenkunstatt, Jacob der Sohn Joseph, Moyser der Sohn Jlilam (?) aus Hylbronn, Mayer d. S. Isaak Levi, Nathan d. S. Abraham aus Bamberg, Simon d. S. Aaron aus Cronach, Naphtali d. S. Baruch U-rri, Binyamin d. S. Naphtali. Als aber im Jahre 1683 wieder eine Sedisvacanz eintrat, weigerten sich die rittersch. Juden, einen Beitrag zu den erforderlichen 1000 Thlrn. zu leisten. Ain 26. April dieses Jahres erheben daher die fürstbisch. Juden Vorstellung bei der Nitterschast und gleichzeitig bei dem Domcapitel. Ein neues Schiedsrichter-Collegium entscheidet wieder zu Ungunsten der ritterschaftlichen Juden. Unterzeichnet sind hier: Mortichay Lipschitz aus Prag, derzeit in Hirscheid (Ausstellungsort der Urkunde), Ascher Enstlin aus Schwäbisch-Schnadach und Joseph der Sohn Hayunr Daut aus Frankfurth. Diese beiden Entscheidungen, sowie eine gleichlautende des Erzkanzlers Lotharius Franz vom Jahre 1701 reichten die Stiftsjuden Bamberg bei Domkapitel und Ritterschaft ein, als 1757 die ritterschaftl. und klösterlichen Juden sich wiederum ihrer Beitragsverpflichtung entziehen wollten. Da sich aber nunmehr die Ritterschaft selbst der Frage bemächtigte, suchten die streitenden Parteien auch wieder auf gütlichem Wege die Sache zu schlichten. Die Ritterschaft Orts an der Baunach verlangte von ihren Juden genauen Bericht über die ganze Frage '). Da keine Antwort eintraf, befahl er wiederholt, ihn schleunigst zu informiren. Darauf aber antworten die Juden, ihr Vorstand Jaidel Hirsch aus Neckerrdorf sei in seiner Eigenschaft als Lieferant der schwäbischen Kreistruppen verreist, und da e r allein genügenden Aufschluß geben kann, möge man noch 2 Monate gedulden. Bis •) Sehr geistreich antwortete Ort Steigerwald: wer von seinen Juden was haben wolle, möge nur zu ihm kommen.