Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 11 (November 1880)
- Article
- Ein Beitrag zur Geschichte der Juden im ehemaligen Herzogthum Ostfranken
- Date
- 1880-11-01
- Page
- Seite 500 (sequence 5)
- Language
- German
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500 Ein Beitrag zur Geschichte der Juden mann Jakob zu Haßsurt und Israel Seeligmann zu Heydingsseld an Verschiedentlich« örther Zn reißen Besehlget worden, umb Ein — und das andere, so bey unserer Hofcammer oder Militz Erforderlich seyn »lag, herbey zu schassen. Alß ersuchen Wir alle frembde Herrschaften und Beambten auch Ober- und Unter- Officirs, durch deren Gebieth, Aembter u>rd untergebene diese passiren, Ihnen zu schleuniger Fortkommung allen geneigten Willen zu Erweißen: denen Unseligen aber Befehlen Wir ernstlich, Erwehnte Hof-Factors und Militz-Lieferanten, Wann sie in obgedachten Unseren Geschäsfteu reißen, oder so Sie mit Selbsten abkommen können, Ihre Söhn und Tochterinänner abschicken werden, aus Vorzeigung gegenwärtigen Patents mit denen Zu Unserer Hos.Cammer und Militz gehörigen Lieferungen auch bey Sich habeltdeu Leüthen und Pferden, Zoll Geleith, Weeg, Pslaster, Brücken und Nachtgeld frey, so tag als Nachts uilgehindert pass- und repassiren zu lassen. Welches Wir gegen die frembdherrische in dergleichen Fällen zu reciprociren erbietig seynd, Von den Unseligen aber zu geschehen Uns gäntzlich verlaßen. Urkundlich unter Unserer argenhäudigeu Subseription und hiervorgedrucktem Teeret Jnsiegel. Geben in Unserer Residenzstadt re. «). Die beiden im Freibriefe Genannten waren ohne Zweisel aus ein und derselben Fainilie. Einen gleicheit Freibrief erhält nemlich 20 Jahre später ein Moyses Seeligntann zu Haßfurt, der. in Geschäften des Bischofs viel ״Hin und Her Marschiren muß". Letzterer hatte 2000 Zeirtner Heu und 600 Malter Ha- ') Dieser Freibrief wurde vervielfältigt und an die auswärtigen Bc- Hörden verschickt. Jedenfalls ging eine Copie auch an die bambergcr Regierung. Ich sand nemlich diesen Freibrief im kgl. Kr.-Arch. Bamberg. Auch einen jüdischen Hvfjuwelier finden wir gegen die Mitte des 18. Jahrh. im Stifte Würzburg. Bisch. Anseln Franz ernennt den Abraham Koppel aus Höchberg zu einem solchen. (22. Oktober 1748).