Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 8 (August 1880)
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1880-08-01
- Page
- Seite 378 (sequence 5)
- Language
- German
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378 Die Fabel in Talmud und Midrasch. Raschi in seinem Commentar zu Genesis 1,12, erwähne unsere Fabel in den Worten:!אעפ״י שלא נאמר למעוזו ברשאי בצווייהן שמעו שנצטוו האילנויז על כך נשאו קוי׳ח בעצמן כמפורש באגדה בשחיטת חולין. Merkwürdig ist, daß auch mit dieser Fabel gleich der von uns im Junihefte behandelten Fabel ״die Sonne und der Blond vor Gott," in das ernste Gebiet der Halacha hinnbergespielt wurde. Unmittelbar nach der Fabel tradirt der Talmud das durch sie entstandene halachische Problem: בעי רבינא הרכיב שני דשאים וה על גב זה לרבי ח נ י נ א בר פפא מהו כיון דלא רחב כהו למינהו לא טיחייב או דילטא כתן דהסכים אידייהו כטאן דכתיב כהו למינו» דטיא . תיקו. So mußte Rabina, der die Dichtung für Wahr« beit ,»ahm, das ihm daraus erwachsene halachische Problen,, wieder der Entscheidung des dem Reiche der Dichtung angehörenden, aiie Zweifel lösenden Elia auheimstellen. R. Chanina bar Papa dürfte bis in den Anfang des fünften Jahrhunderts gelebt haben. (Fons»r«ng foiat.) Uecenston. Orientalia von Paul de Lagarde. 2. Heft. 4". Göttingen 1880. (S. 1—42: Erklärung hebräischer Wörter °, S. 43—64: Uebcr den Hebräer Ephraims von Edessa). Unter den jetzt lebenden Theologen und Orientalisten Deutschlands nimmt Paul de Lagarde eine gradezu einzige Stellung ein. Wenige haben ihren wissenschaftlichen Bestrebungen ein so hohes Ziel gesteckt, wie Lagarde; noch Wenigere besitzen die