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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-08-01 · Heft 8 (August 1880) · p. Seite 356

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 8 (August 1880)
Article
Über jüdische Sitten und Gebräuche aus muhammedanischen Schriften
Date
1880-08-01
Page
Seite 356 (sequence 2)
Language
German
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356 liefet jüdische Sitten und Gebräuche der Prophet jene Art deö KopfrasirenS, welche kaza‘ (קוע) genannt wird und darin besteht, das; man einen Theil des Kops- Haares rasirl, einen andere»» Theil aber unberührt läsit. In der Traditionssammlung des Ab- Daivüd »vird berichtet, das; der Prophet eilten Knaben sah, dessen Kopfhaar zum i Theil rasirt, zum andern Theile aber siehe» gelassen n»ar. Da verbot der Prophet das קוע »lnd sprach: Eutiveder mnsit ilir das ganze Kopfhaar behalten, oder das Ganze rasiren. Al-Ravavi motivirt diese Verordnung mit der Bemerkung, daß das kaza'-Rasiren Art der Juden sei'). Auch in Bezug auf Kleidung der Jude»; finden »vir eine Andeutung in der muhammedanische»» TraditionSliterat»»r; dieselbe bezieht sich aper nicht auf eine actnelle Gewohnheit, sondern auf eine Sitte der Vergangenheit. Sie betrifft das Oberkleid der jüdischen Vtib仕 (חברים =־) alter Zeit * *), »velches taj 1 a s ä n (טילסאן) genannt »vird unb ohne Zweifel sowohl etpmvlogisch, als auch sächlich mit unser»»» טליח identisch ist. Tie Beschaffenheit des taMsan ist in Dozy's, Dictionnaire de taillä des noms des vetements cliez les Arabes S. 254—62, 278—80 ,veitläufig beschtZebc» ’). llns interessirt hier nur, was die Mi»- hammedaner von 'diesem Kleidungsstück mit Bezug auf Juden sagen. Das hier in Betracht kominende Traditionsmaterial ist a»»sführlich zusaminengestellt in AI-Sujüti's Abhaildlung ״iiber die Vorzüge des T.," »velche in eine»»» Leyde»»er Foliocodex, welcher eine Reihe SujM'scher Ahha»tdl»»ngeu vereiiligt, enthalten ist; ich habe aus demselben bereits obei» eine Stelle über Sadal angeführt. — ״Anas b. Malik betrachtete einst die Klei- ') Al-Navav! ju Muslim Bd. IV. S. 453. ß *) Bo» den SUjbiit der Beni Jsra'il »vird auch erzähltf das» sie aus Demuth nie ohne Stab ausgingen. ZDMG. 1878 S. 347. *) S. 254: »O’est nnc voil« empesc fait de nioussclin qa’on po»c tat le turban ou seulement sur les opaules et qui rotombo 211r le dos,*

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