Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1880)
- Article
- [Rezension] / Rosenthal
- Date
- 1880-06-01
- Page
- Seite 275 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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Recension. 275 leicht gefärbt sein kann, wo er ohne Nebenabsicht in Maßregeln, in Einrichtnngen, in Gesprächen oder in Auslegungen das, was die Lehrer jener Zeit bewegt und beschäftigt hat, wie in einem treuen Spiegel reflectirt." ״Dafür den geschichtlichen Hintergrund in kleinen Spezial,intersuchungen deutlicher zu machen, יist, wenn auch nicht die ursprüngliche Tendenz dieser Schrift — das war vielmehr einfach das Streben nach Klarheit über gewisse dunkle Stellen und über gewisse exegetisch« Eigenthümlich» leiten des Talmud — aber doch ein, um mit Aristoteles zu reden, nicht zu verschmähendes ״imyvo^erov 1iX0gu." Mit diesen Worten zeichnet der gelehrte Verfasser obiger Schrift die Zeit und die Quellen, denen er seine Untersuchung zuwendct, sowie die ursprüngliche Tendenz, die ihn bei seiner Arbeit geleitet hat. Dieser urspriinglichen Tendenz entspricht auch die Form der Darstellung in kleinen Specialunlersuchungen, denen man auch deshalb das ursprüngliche ״Streben nach Klarheit über gewisse dunkle Stellen und über gewisse exegetische Eigen« thümlichkeiten des Talmud," dem sie ihre Entstehung zu verdanken haben, noch deutlich ansieht. Trotzdem herrscht in diesen kleinen .Abhandlungen «ine gewisse Einheit, und zwar nicht blos durch die dünnen Fäden, mit denen der Vers, die eine mit der andern äußerlich verknüpft, sondern die Einheit eines Zeitrahmens und eines Zeitbildes, zu dem der Vers, einzelne charakteristisch« Züge und Striche liefert. Diese Einheit wird auch durch die beiden größeren Excurse nicht gestört, insofern als auch diese zu der Charakteristik der Trajanisch-Hadrianischen Zeit wesentlich beitragen sollen. Diese Schrift besitzt in formaler Beziehung den vollen Reiz des Styls, der aus den sonstigen Publikationen des gesch. Verfaffers allgemein bekannt ist, einen gehaltvollen Ausdruck, sinnige Antithesen und viele eingestreute geistreiche Bemerkungen. Einen ferner״ Reiz des Buches bildet, daß der Verf. bei seinen Blicken