Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1880)
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1880-06-01
- Page
- Seite 274 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829528-2829535-2872136--19602-2872182- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
274 Die Fabet in Talmud und Midrasch. keit keine Anerkennung aus Erden finden, dann ist die Erde, sind die aus ihr lebenden Menschen nicht werth, von Sonne und Mond beschienen und beleuchtet zu werden. Diese» edlen Sinn hat der Entschluß der Sonne und des Mondes, beim etwaigen Unterliegen MosiS im Kampfe gegen Korach nicht niehr leuchten zu wollen. Eitlen noch edleren Sinn aber hat Gottes Antwort an sie, daß uilS nämlich häufig das an Mensche n verübte Unrecht mehr und näher zu Herzen geht, als die vielen Ungerechtigkeiten, die von Menschen Gott gegenüber begangen werden. (Sortfedimg folgt.) Kecenston. Blicke in die Neligionsgeschichte zu Anfang des zweiten christlichen Jahrhunderts. I. Der Talmud und die griechische Sprache nebst zwei Excursen. a. Aristobul, der sogenannte Peripatetiker. b. Die Gnosis, von Dr. M. IM, Rabbiner der israelitischen Gemeinde zu Breslau. Breslau uird Leipzig. A. S. Schottländer 1880. ״Die Zeit, in welcher das Judenthu»» aus feinem Schoße die Religion entließ, welche heute die Weltherrschaft hat, wird niemals aufhören, im hohen Grade die Theilllahine des Forschers herauszufordern." ״Direkte zeitgenössische Nachrichten über die Entstehung des Christenthums haben wir im Talmud.bekanntlich so gut wie keine." ״Dagegen wird der Talmud zu einer Geschichtsquelle, die wichtiger ist, als manche directe Erzählung, die ja