Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1880)
- Article
- José da Silva, ein tragisches Opfer der Inquisition im achtzehnten Jahrhundert
- Date
- 1880-06-01
- Page
- Seite 252 (sequence 12)
- Language
- German
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252 Jose da Silva, ein tragisches Opfer ganze Fleisch ״in's unreine Gefäß" werfen sah, welches neben seinem Bette ftand. Der Zeuge Nr. 20 Antonio Gomes Prego erklärte, daß Antonio blaß war, das, er aber trotzdem gut gelaunt war, und da ß e r h ä tte essen können, wenn er nur gewollt hätte. Der Zeuge Nr. 22 JoLo Gomes da Costa spricht auch von seiner Blässe und seiner guten Lau ne. Der Zeuge dir. 0, der Vertraute Antonio Baptisla bestätigt die Aussage des Antonio GomeS da Silva. Der Zeuge Nr. 8 spricht nicht von denr Dankgebete, daS er hätte verrichten sollen. Der Pertraute Aittouio EsteveS Nibero, Zeuge dir. 10, sagt die schwerwiegendsten Beschuldigungen gegen ihn aus. Nach ihm hatte Antonio das Betbuch in der Hand, ohne darin zu lesen. Das Dankgebet habe er erst lange nach dem Essen gesprochen. Der Zeuge Nr. 10, Felippe Rodrigues, sagt, das! der Gefaugene sich knieend auf die Erde herumgeschleppt und daß er den Boden dreimal geküßt habe. Beschließen wollen wir diese Aussagen mit der des niederträchtigen Bento Pereira, des Soldaten, der mit Antonio vom September 1738 bis Februar 1739 zusammen in der Gefangenschüft war. Dieser Elende behauptete, inbem er auf's Evangelium es beschwor, daß Antonio nach jüdischer Art saftete, daß er verlockende Neben an ihn richtete, daß er überhaupt nicht beten solle. Wenn er das Ave Maria betete, habe der Angeklagte ihn weder mit der Stimnie noch mit dem Gestus begleitet, hustete vielmehr aus die heiligen Bilder, die an der Mauer hingen und wollte kein Fleisch essen. Das sind die einzigen Verbrechen, welche trotz ihrer Spionage und ihres geheimen Berrathes, die Glaubensrichter (08 znirvs da fö) ihrem Opfer vorwerfen konnten; diese schiene»