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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-06-01 · Heft 6 (Juni 1880) · p. Seite 247

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 6 (Juni 1880)
Article
José da Silva, ein tragisches Opfer der Inquisition im achtzehnten Jahrhundert
Date
1880-06-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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der Inquisition im achtzehnten Jahrhundert. 217 Am 9. Januar 1736 verlor Antonio seinen Vater. Von dieser Zeit an halte er allein das Amt eines Advocaten. In eben demselben Jahre veröffentlichte er seine ersten Stücke und eine Glosse zu den! berühmten Sonette Camoen's: Alma minlia gentil, qne te pertiste (Edle und theure Seele, ivarum hast du mich verlassen); hier beklagt Portugal den Tod der schönen Infantin Donna Francisco. J,n Mai desselben Jahres wurde seine Comödie Amphitriäo oder ״Jupiter und Alkmene" aufgeführt. Jupiter, der sich unter der Gestalt Amphitryon's einsührt, um der Aiknlene beizukommen, ist als Satyre auf den König Johann den V., der sich i» das Kloster des Ocidellaö oder in die Kapelle des Saint-Sacrement verkleidet entschleicht. Obivol es nun der Hauptzweck Antonio Jose's durchaus nicht ist, in den Comödie» die Lüster seiner Zeit zu schildern, sondern vielmehr sein Publikum zu unterhalten, so versetzt er trotzdem gerne den Lasterhaften einen wuchtigen Hieb. Die Oper O Labyrintho dt! Oreta (Das Labyrinth von Creta) dalirt von derselben Zeit. Antonio zieht darin gegen die Mythologie zu Felde, ohne jedoch den der wahre» Neligion schuldigen Nespect außer Acht zu lassen. Trotz alledem aber nannte man seine Opera’s immer: Die Op&ra's des Juden (as opems du Judeu). Die originellste und am meiste» nationale Comödie, die inan heilte!roch ausführen küililte, betitelt sich As guerras do Alecrim e da Mengeroua (Die Kriege Nosmariu's mit Majoran). Es ist eine treue Schilderuilg der Sitten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Zuschauer wohnte» hier Sceneu bei, die ihnei« vertraut waren, und was sie hier sahen, erkannten sie als etwas wirklich Vorgefalleires, das sie selbst nriterlebt hatten. Costa e Silva sagt, daß es in Lissabon in der Thal zwei Parteien gegeben, von denen die eine sich Rosniarin, die andere Majoran nannte. Das Stück wurde zuerst während des Carne-

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