Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 29 (1880)
- Issue
- Heft 3 (März 1880)
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1880-03-01
- Page
- Seite 114 (sequence 13)
- Language
- German
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114 Die Fabel in Talmud und Midrasch unserer in der vorletzten Aninrrkunq ausgesprochenen Verinuthung —• מאזני מרטח — anbelangt, die der Fabel N a s ch i ׳ s zuletzt angehängt ist, in der F a b e l des H a i G a o n hingegen nicht vorkömmt, wohl aber als biblische Textnnterlage auch bei i h m angegeben ist, so scheint sie in solgender Beziehung zur Fabel zu stehe». Durch den Sturz des schwere» Löwen in die zugedeckte Grube in der einen, wie durch das H i n a b s i n k e n des in den Eimer gestiegeneil schweren Wolfs in den Brunnen in der anderen Fabel, soll das traurige Ende des Bet r ü g e r s angedeutet werden, der immer jene Wagschale s i >1len läßt, die seine Waare trägt. Für die Lesart ואנו אין לנו אלא שלש, wie sie u ן וו etc Talmudausgaben haben, spricht die daselbst vorangehende Stelle: ראסר ר׳ יורזנן כי הוד. רריש ר״ט בפירקיה הוה רריש (י חלחא שטעחא תלחא אגדתא . חלחא טחלי. Wahrscheinlich waren diese drei erhaltenen Fabeln die תלחא מחלי, die Nabbi Möir in Eine m Vortrage vorgebracht hatte, den man noch im Gedachtniß behalten hatte. Wie Raschi uns die Fabeln überliefert, sieht nlan noch, daß sie png zu einander gehören und in Einem Vortrage vorgekommen sein müssen. (Vgl. die in der untern Note citirte Anmerkung zu unserer Abhandlung, Monatsschrift 1876, Seite 34.) Mit den uneigentlichen Natnrfabeln sind wir mm zu Ende. Wir gehen jetzt zu d e n Fabeln über, die vor Gott spielen, und die wir a. a. O. S. 503 ״Heilige Fabeln" nannten. (gortfcfeMig folgt.) ') So lesen Jalkut Aereschith f. 11 c und Falkut Mischte f. 137 a. ebenso das Münchener Talmud-Manuscript lS. Rabbinowitsch דקדוקי סופרים) und nicht ח י ל ח א. Vgl. unsere Abhandlung Monatsschr. 1870, Seit« 34, Anmerkung 1.