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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1880-02-01 · Heft 2 (Februar 1880) · p. Seite 79

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
29 (1880)
Issue
Heft 2 (Februar 1880)
Article
Beiträge zur vergleichenden Sagen- und Märchenkunde
Date
1880-02-01
Page
Seite 79 (sequence 2)
Language
German
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Beitrüge zur vergleichenden Sagen- und Märchenlunde. 79 einen Baumstamm angesüllt, welchen er vor Aller Angen an'S Fener stellte, so daß Niemand Verdacht schöpfen konnte, daß derselbe Geld enthielte. Nun begab es sich einmal, daß während Alle int Schlafe lagen, das Meer nt’!3 Haus eindrang, so dass der Stamm mit dem Gelde zum Schwimmen kam. Wie nun das Meer wieder zurücktrat, nahm es den Stanlm mit fort, und so schwamm derselbe auf dem Meere viele Meilen weit, bis er an eine Stadt kam, in welcher ein Mann wohnte, der eine gemeine Herberge hielt. Dieser Mann sah, als er in der Frühe anfstand, den Stainnr und zog ihn an's Land, weil er meinte, er sei nichts weiter, als ein Stück Holz, welches von irgend Zemandem hitreingeworfen oder znrüSgelasseil worden sei. Nun war aber dieser Mann sehr freigebig und wohlthätig gegen Arme und Fremdees begab sich daher eines Tages, daß Reisende in seinem Hanse einkehrten und es gerade sehr kalt war. Der Wirth zerhieb also mit seiner Axt das Holz, und vernahm nach zwei oder drei Hieben einen Klang, und als er darauf den Stannn gespalten hatte» fand er das Geld und freute sich sehr, legte es aber in Verwahrung, ob nicht vielleicht irgend einer käme, dem es gehörte, und welchem er es zurückgeben könnte. Der Schmied aber zog von Stadt zu Stadt, um sein Geld zu suchen, und kam auch zu der Stadt und zu der Herberge jenes Wirthes, der den Stamm gefunden hatte. Wie er nun erwähnte, das; er einen Stamm verloren habe, und sein Wirth dieses hörte, so merkte er, daß diesem das Geld gehöre. Er dachte also bei sich: Ich will jetzt eine Probe machen, ob es der Wille Gottes ist, daß ich ihm das Geld zurückgebe. Der Wirth ließ also drei Pasteten von Brodteig machen, die eine füllte er mit Erde, die zweite mit Todtengebein, die dritte aber mit dem Gelde an, das er im Stamme gefunden hatte. Wie er das gemacht hatte, sprach er zu bem Schmied: Wir wollen drei gute Pasteten verzehren, die aus dem besten Fleische, welches ich habe, bereitet sind: Du

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