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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-11-01 · Heft 11 (November 1879) · p. Seite 496

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 11 (November 1879)
Article
Illegitime Mischehen in Judäa vor und nach dem zweiten Untergang des judäischen Staates und ihre Folgen
Date
1879-11-01
Page
Seite 496 (sequence 16)
Language
German
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496 ftlU’tjitime Mischehen in Indaa vor und nach dem zweiten währte Frömmigkeit Hast gegen diese Emporküminliuge empfairden, buhlten um ihre Gunst und waren beglückt, sich mit ihnen zu verschwägern. Austerdem liebten die Herodianer Nom mehr als Jerusalem; die Angesehensten unter ihilen halte» ihre Erziehung in Rom erhalten, die Hoflnst eingeathmet und mit ihr das Gist geschlechtlicher AuSschweifitng, welche die Ealigula und Nero, die Messalinen und Agrippinen schamlos trieben und zur Nachahmung aneiferten. Schon unter R. Jochanan b. Sakkai'S Synhedrial-Aiiit hatte die eheliche Untreue in Jerusalem und Judäa so überhand genommen, dag er die Borschrift für die der Untreue Verdächtigten als nutzlos aufgehoben hat. Die Hinwegsetzung über die Schranken selbst biblischer Ehevorschriften hatten so sehr überhand genommen, das; die Gesetzeslehrer die Augen schlossen zu der Berheirathung des Hohenpriesters Josua b. Gamala (Gamaliel) mit der reichen Wittive Martha ans dem mit den Herodianern verschwägerten hohenpriesterlichen Geschlechte Boelhos, obwohl nach der Strenge des Gesetzes durch eine solche Ehe die Kinder der Priesterivurde verlustig gehen sollten *). Die Herodianer haben durch Nermischung mit ihrem fremden Blute und durch ihre lockern Sitten die Familienlauterkeit getrübt. Welchen Umfang diese Depraoation hatte, ergiebt sich aus einer wenig beachteten Relation im Talmud (Mdvuschin 71 u). Eine von N. Jos« b. Ehalapbta stammende Tradition lautet: Sämmtliche judäische Familien austerhalb Palüstina's verhakten sich zu denen dieses Landes wie Gemengteig, aber in '> Jebamat Vt, 1: בעשרת כיהושע כן גבל־יא שקדש אח ברה>ח כרה ביתום -«-חלבנה) ובינוהו הבלך להיוח כהן גדול וכנסה. Im Talmud z. Sr. und in Siphri wird die Znlässigkeit einer solche» Ehe nothbehülslich ans der Schrift hergeleitet. Ader im Ierus. Talmud (>>. 7,0) wird diese Herleitung angcfochtcn und diese Ehe getadelt! der Text ist aber corrumpirt. בהו "תב לעבה כגור. שבעת וקבלת עלות u הערבה עשה שאל סיריו(סיריובח.

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