Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 8 (August 1879)
- Article
- [Nachricht] / ...n.
- Date
- 1879-08-01
- Page
- Seite 378 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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37S Recenfionen. sassungSzeit des Buches aus. Das! der Verfasser eiu Palästincn- ׳'er gewesen, daran durste nach seinen Darlegungen wohl Nieiiiand mehr zweifeln. Auch darin inns; man ihm wohl beistimmen, das; derselbe etwa i» der Zeit von 730—830 gelebt habe, colluman aber Bedenken tragen, die Abfassung in eine so frühe Zeit hinansznrilcken, weil die auch im Targnm Schein voikommende (Genealogie des Haman und die agadischen Schluszbcmerknngen unverkennbar den Stempel einer viel späteren Periode tragen, so sei daran erinnert, das! diese Stellen in sämmtlichen Handschristen sehlen, also unzweiselhast ganz späte Zuthaten sind. Eher wären wir geneigt, die Grenzlinien noch vor 830 zu setzen, da in dem Sidur des 869—881 lebenden 31. Amram die Gebetordnung schon erheblich ׳nchr ausgebildet ist, als in unserem Traktate, und deshalb wohl auch nicht ein gar zu kleiner Zeitabstand zwischen beide» "Werken angenommen werden darf. Nachdem wir nun aber die Vorzüge des Buches hervorgehoden, können wir es auch nicht unterlassen, auf einen Mangel in demselben hinzuweisen. Der Verfasser hat mit groher Gelehrsamkeit das Material aus allen Ecken und Enden zusammengetragen, auch selbstständig verarbeitet, — aber er hat eS nicht immer verstanden, es ganz klar und durchsichtig zu machen, und vor Allem es einheitlich und systematisch zu ordnen. 3hm liegt es allerdings in der Natur eines Commentars, dag er seine Bemerkunge» nur immer dort anknüpfen karr», wo ihm dazu der Text Gelegenheit bietet. Aber wir meinen eben, das; sehr Vieles, was in diesem von allen Seiten mühsam ausgesucht werden »ins;, viel besser und zur grösseren Anschaulichkeit für den Leser in die Einleitung ausgenommen morden wäre. Diese ist im Verhültnih zum Ganzen zu kurz und knapp gehalten, itub daher mag es wohl auch kommen, das; sie uns nicht ein so klares Bild von der Zeit bietet, in welche uns das Buch versetzt, als wir es von ihr hatten erwarten dürfen. Hier eben wäre es am Platze gewesen.