Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 8 (August 1879)
- Article
- [Nachricht] / ...n.
- Date
- 1879-08-01
- Page
- Seite 376 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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376 iRccenfionen. Haus jener Tage und waren nach den in den 12 letzten Eaviteln bicü’e Buches gegebenen Anweisungen fast im Stande, eine voll׳ ständige Kebetorvnuna, wie ne damals gebräuchlich gewesen, zu entwenen. 20 bietet denn der Traktat ein höheres historisches Interesse dar; es rührt uns zurück zu den ersten Ansängen der Masora sowohl, wie eines nach bestimmten Nornien geregelten Gottesdienstes. Trog seiner Wichtigkeit aber hat er, wie so viele andere 21>erfe derselben Art, wenig Beachtung gefunden und ist deshalb die Willkühr der Abschreiber änheimgesallen. Bis zum 12. Jahrhundert scheint er gar nicht gekannt gewesen zu feilt; von dieser Zeit ab wird er von den hervorragendsten Autoritäten oft sogar mit Vorliebe citirt, aber von keinen! Einzigen zum Gegenstände selbstständiger Behandlung gemacht. Erst seit dem vorigen Jahrhundert wendet sich ihm die Aufmerksamkeit der Talinndisten in höherem Maaste zu; nachdem Schapira 17.11 die ersten Glossen zu ihm geschrieben, erscheinen nach einem Zwischenraum von etwa 50 Jahren kurz hintereinander ähnliche Schriften von 3t. Elia Wilna, Asulai, Naumburg u. A. Aber das Wichtigste blieb doch immer die Herstellung eines inöglichst correkten Textes mit Hilfe alter guter Handschriften, und dieser Arbeit hat sich Di׳. Joel Müller mit vielem Glück und Geschick unterzogen. Seiner Ausgabe hat er zu Grunde gelegt eine im Besitze des Herrn Halberstannn befindliche, aus dem Jahre 1506 stammende Handschrift, mit dieser ans Schritt und Tritt einen Pariser, Münchener und einen sogenannten Codex Assuphot, sowie die Edition in unserem Talmud verglichen, und dabei die Parallelstelleit in den Talmnden, die Eitate bei den mittelalterlichen Schriftstellern und die Glossen der ebengenannten jüngeren Autoren zu 3tathe gezogen. Die Aufgabe, die sich der Herausgeber gestellt, war eine sehr schwierige, da keine der Handschriften, auch nicht die zu Grunde gelegte, als durchaus und überwiegend correkt geltetl kann, vielinehr erst durch sorgfältige Vergleichung das Nich-