Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 8 (August 1879)
- Article
- Geserah Schawah
- Date
- 1879-08-01
- Page
- Seite 370 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ti>cfcral) Echawah. :!7" nonivte» Inhall mit bcm $cytc in llcbcvciuüimnmno zu biiiuKii, und den Text das sagen lassen, ivas supponirt und angenommen ward. Ter eigentliche Textinhalt konunt dabei gar nicht zum Vorschein. Ter Text ums; das wiedergeben, was nach innerer Ueberzeugung vorausgesetzt lvird. Zn diesem CSubo ivird derselbe c o m in entirt; d. h. so hergerichtet, so erklärt und beleuchtet, daß sich aus ihm das ergiebl, was supponirt wird, und der subjective Inhalt als sestgestellt ergiebt. Oder aber auch dieser Inhalt wird so behandelt, geordnet und zurechtgelegt, daß er mit dem Texte harmonirt, sich ihm fügt, und durch neue Gesichtspunkte in eine ausgleichende Uebereinslimmung gebracht wird. TieS geschieht in den C omm e n t ati o n e n, Abhandlungen, die das klar stellen. Dabei ist nicht ausgeschlossen, das; der suppoitirte Inhalt in einzelnen unwesentlichen Punkten berichtigl und ergänzt wird. Bei diesen beiden harmonistischen Lerfahrungsweiseu bleibt Text und Inhalt unverändert, uitd beide behalten Gehalt und Form. Tritt aber zwischen ihnen eilt Widerspruch ein, der nicht gehoben und ausgeglicheit werden kamt, so mitß uothwendig eine Veränderung und Umgestaltung vorgcnommen werden. Eine solche ait dem Inhalte würde nur einen Jrrthum constatiren, der in der Wahrnehrnung und Anschauilng untergelaufen, und als eine Berichtigung der Meinung und Ansicht gelten. Tagegen an dem Texte würde eine Veränderung als eine Conj ect u r sich producireit. Denn der Text steht einmal sinnesfällig fest vor uns, unb duldet keine Berichtigung, wenn er überliefert und critisch sestgestellt ist, es kann daher >tur als Vermuthung ausgestellt werden, daß er dennoch aitders gelautet habeit müsse. In der talmudischen Exegese gestaltet sich aber nach den recipirten und umviderlegbaren, über jedeil Zweifel erhabenen Voraussetzungen ein ganz anderes Berhältniß. Da ist der Text unveränderlich, auch nicht ein Punkt darf daran gestrichen wer-