Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-08-01 · Heft 8 (August 1879) · p. Seite 342

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 8 (August 1879)
Article
Zur Composition der agadischen Homilien
Date
1879-08-01
Page
Seite 342 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829514-2829523-2871512--18957-2871535
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

3-12 Zur Compoimon der agadischen öomilion. Inufenbc 1t Midrasch zum HL. zusamineitstellen *), und er nahm aui' Quellen, die ihm zugänglich waren, oder mit denen er vertraut war, die Auslegungen für die einzelnen Verse, wo er diese Verse in irgend welcher Beziehung und in irgend welchem Zusammenhänge angeführt und gedeutet ansfaud; daher die außerordentliche Verschiedenheit i» dein Umfange und dem Charakter der einzelnen Auslegungen; bestimmt erkennbare Proöniien, ganze Predigten mit vielen Variationen über Texte aus mehreren Versen, und kurze, abgerissene 2־011סי und Saperklärnngen; daher auch die (Erscheinung, die in sväteren Midraschim noch viel mehr hervorlritt, das; zu gleichen oder ähnlichen Verstheilen dieselben Auslegungen zwei oder dreimal sich wiederholen^). Das Urtheil Znnzh daß Cant, r., nächst Genesis r., dem jerusalemischen und dem babylonischen Talmud, vornehmlich aus der Pestkla und Levitiens r. schonst, aber auch viel eigenes, und besonders maunigsaltige Variationen hatT), ist, was den j. Talm., die Pestkla, Gen. r. und Lev. r. betrifft, überaus begründet. In welcher Weise und in welchen! Umfange der j. Talmud, der wohl die vorzüglichste Quelle des Cairt. r. genannt werden dan"), die Pes. und Lev. r. von dem Autor des Cant. r. benulzl worden sind, soll im folgenden gezeigt werden. Die ans dem j. Talm. entnommenen Stücke erweisen ihre, zumeist direkte, Cinlehnung von selbst. Wo Entlehnttugen aus anderen Midraschim uachgewiesen werden sollen, bedarf es sicherer .Uriterieu, um zu bestimmen, tvelcheS der ercerpirende und welches der exeerpirte Midrasch ist. Solche Kriterien für die Abhöngigkeir des Cant. r. von der Pesikta fanden wir in den Schlußformeln der der Pes. angehörendeu Proömien. Dieselben Krileriett werden uns aber auch zum Beweise für die direkteii Entlehnungen aus Lev. r. dienen, dessen einzelne K az>ite! Predigten nach der Art oder nach dem Vorbilde der Pesiktot sind.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.