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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-07-01 · Heft 7 (Juli 1879) · p. Seite 298

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 7 (Juli 1879)
Article
Die Bibelkritik des Chiwi Albalchi nach Saadia's Emunoth we-deoth
Date
1879-07-01
Page
Seite 298 (sequence 10)
Language
German
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298 Die Vibelkritik des Chiwi Albalchi Für diese beiden letzten ganz allgemein gehaltenen Entwürfe, die sich dadurch von den anderen auf fpcciellc Punkte gerichteten wesentlich unterscheiden, weis; ich bestinnnte Belegstellen ans Talmnd oder Midrasch nicht anzusuhren. Ich schließe mich daher der bereits oou Graetz ausgesprochenen Veriuuthnug au, das; dieselben wahrscheinlich von christliche;! oder mnhammedanischen Gegnern herrnhren ') Z;var will Kaufmann (Geschichte der ALtribntenlehre S. so fgg.) der dort von ihm aufgesrellten Hypothese zu Viobo eine Polemik Saadia's gegen nuchammedanische Gegner im Emnnoth überhanpt nicht finden. Warum Saadia häufiger gegen christliche als gegen ntnhammedanische Gegner polemisirt, dafür glaube ich in meiner Schrift: lieber die Neligionsphilosophie des Abrahan! ihn Dand ans Toledo S. 127 Anmerk. 2 (Monatsschrift IS7S S. 315) einen plansibelen Grund angeführt zu haben. An einigen Stellen des Emnnoth ist jedoch die Beziehung ans mnhammedänische Gegner unverkennbar. Die Unhaltbarkeit der Kansmann'schen Hypothese zeigt sich an! Deutlichsten an der Gewaltsamkeit, mit der Al. den islamitischen Ursprung der von Saadia III, GS bekämpften Interpretation von Deut. 33, 2 zu beseitigen sich bemüht. Nachdem Saadia an der angeführten Stetle die verschiedenen Ansichten über die Möglichkeit einer Abrogation besprochen hat, wendet er sich gegen diejenigen, die eine Abrogation der Schrift ans der Schrift selber glauben beweisen zu können, unb citirt als ersten zu diesem Zweet gebrauchten Vers Deut. :33, 2: ד׳ פסיבי בא חרוז כשעיר לכו הופיע כהר פארן וגו׳. Ohne sich auf die Interpretation der Gegner weiter einzulassen, bemerkt Saadia, unter Sinai, Seü und Paran seien nicht drei verschiedene Oertlichkeiten, sondern ein und derselbe Berg zn verstehen, dessen einzelne Theile je nach den verschiedenen ihnen gegenüber liegenden Ortschaften die Namen Sinai, Se'ir und Paran führtet!, was er dann durch Schriftbelege zu erhärten sucht. Wie wir aus Schahrcst. I, 251 wissen, waren es aber die Araber, welche diesen Vers so deuteten, dass unter Sinai die Offenbarung des Indenthums, unter Seir die des Christenthum-s und unter Paran die des Islam's verstanden wurde (vgl. auch Abraham ibn Daud, Emuna Nama S. 76, Maimonides אגרת תכן in קובץ תשובות ed. Leipz. :3 b. und Abraham ibn Esra's Pentateuchkommentar z. St.). Was Hütte auch ein christlicher Apologet mit drei Ossenbarungen und speeiell mit dem nach Genes. 21, 21. aus Ismael hinweisenden Paran anfangen können? Wenn dam! ferner Saadia aus Habakut 3, 3 übergehend die Berufung des Gegners auf die Futurform in den! Sähe: אלוה כתיכן יבוא וקרש כהר פארן widerlegen zu müssen glaubt und dabei gerade den angeblichen dritten OsfenbarungSort פארן

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