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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1879-07-01 · Heft 7 (Juli 1879) · p. Seite 290

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
28 (1879)
Issue
Heft 7 (Juli 1879)
Article
Die Bibelkritik des Chiwi Albalchi nach Saadia's Emunoth we-deoth
Date
1879-07-01
Page
Seite 290 (sequence 2)
Language
German
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290 Sie Bibellritil des Chiwi Albalchi dauer der Thiere aber hat er in die Zeit gesetzt, iv o sic geschlachtet werden, so daß das S ch l a cht e n nur den (natürlichen) Tod vertritt. Insofern aber das Schlachten einen größeren Schmerz verursachen sollte als der (natürliche) Tod, so weiß er (Gott) das ja und wird ihnen (den Thieren) als Entgelt für diesen Schmerz auch ein (entsprechendes) Maaß (von Vergeltung) zu Theil iverden lassen. Wir stellen für den Fall, daß ein solch größeres Maaß (von Sclnnerz) konstatirt werden könnte, diese Behauptung ans a n 4 unserer Vernunft heraus und nicht au § irgendeiner prophetischen Offenbarung. Was aber das Räuchern des Blutes und Fettes betrisst, so hat die Thora ausdrücklich erklärt, daß diese Verordnung dazu dienen soll, den Menschen zur Besinnung zu bringeil. Denn da (nach Levit. 17, II) der Sitz unseres Lebens im Blute ist, so werden wir, indem wir das (Rällcheru) mitansehen, es uns zu Herzen nehme» und uns sagen: Wir wollen fürder nicht sündigen, damit ilicht unser Blut vergossen und unser Fett verbrannt werbe, wie wir'S hier sehen". Es sind hier eigentlich zwei verschiedene Frageil in einen Einwand zllsaminengefaßt. Die e r st e Frage würde lauten: Wie kann Gott zugeben oder gar vorschreiben, daß Thiere geschlachtet iverden? Ist die willkürliche Verkürzung ihrer Lebensdauer und die durch das Schlachten verursachte Steigerung des Todesschinerzes nicht als eine gegen die Thiere begangene Unqerechtigkeit anzusehen? Die zweite Frage: Welchen Zweck hat die Darbringung des Blutes und des Fettes der Opferthiere? Diese letzte Frage ist im Grunde von der im sechstel» Einwnrf behandelten nicht verschieden (vgl. oben), nur daß dort von vegetabilischen, hier von animalischen Opferspenden die Siebe ist. Die Scheidung dieser beiden Arten von Opferspenden in zwei getrennte Fragen riihrt vielleicht auch gar nicht von dem Urheber

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