Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 142 (sequence 3)
- Language
- German
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H*2 ^ccoitMoncit. menttid) au den Unterschied zwischen Juden- und Heidenchrisien erinnert. Diese galten ihnen aU׳ harmlose, irregeleitete Men scheu, die man anhören und widerlegen müsse, jene ä(* freche, die Wahrheit mit Absicht verdrehende Menschen, bei denen selbst die schlagendste Widerlegung nichtnutze, da sie ja nichts anderes beabsichtigten, als Kränkung und Aergerniß zu verursachen. Aon welchem Kaliber jene gegen die Inden erhobenen Einwnrse gewesen waren, zeigt nun der Vers. im. 3. Abschnitte durch eine in großen Zügen gegebene Darstellung des Dialogs von Justin Martper mit dem Juden Tryphon. Die exegetischen Kunststücke, mit bereu Hülse die Kirchenväter mit jeden Preis den vom Griechenthum geschöpften Johanneismus in das alte Testament hineinzuinterpretiren suchten, zeigen sich hier in ihrer possierlichsten Gestalt. Der Vers, nennt eine größere Anzahl von dunklen Agadastellcn, welche erst durch die vou Justin erhobenen Einwürfe eine Illustration erhalten und höchst wahrscheinli.b durch dieselben provocirt worden sind. Ueberhaupt macht sich, wie der , Vers, richtig bemerkt, mit dem Momente, wo das Ehristenthum Raum zu gewinnen ansängt, innerhalb des Judenthumeine neue Strömung bemerkbar. ״Die Vorstellungen von Gott — wenn auch der Jude unter diesem immer nur e i n Wesen verstand — waren doch dis auf diese Zeit sehr getrübt. Heidnische Anschauungen halten sich dazwischen gedrängt und ihnen ein anthropomorphistisches Gepräge aufgedrückt. Nun aber begann man, von den fremden Eindringlingen dazu gedrängt, alle nur irgendwie die Theilung der göttlichen Einheit begünstigenden Schlacken zu entfernen, und suchte dem reiuen Monotheismus im selben Maße näher zu kommen, als sich das Ehristenthum von demselben entfernte". Was die vom Vers, behauptete Nichtidentität des Justinischen Tryphon mit den! talniudischen Rabbi Tarphon betrifft, so ist es allerdings wahr, daß der hochbegabte, feurige Torphon des Talmud gewiß zu j«1en oft kindischen Ein-