Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Österreichisch-ungarische Gesandtschaftsberichte über Don Joseph Naßi
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 114 (sequence 2)
- Language
- German
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114 veslerreichisch-ungarische tSesaiidtichastsvcnchlc zwölf Bände starke, mit Ausnahme einiger in ungarischer Sprac abgefaßten Schriften, lateinisch geschriebene Sanuneliverk enthe unter Andern sümmtliche Actenstücke, welche sich aus Veruncsic diplomatische Missionen bei der ottomanischen Psorte beziehe Der als Kirchenfürst, Gelehrter und Diplomat gleich hervorragen!, Mann wurde nämlich zweimal , im I. 155:4 von Ferdinand I und im I. 1567 von Maximilian II. als außerordentliche Gesandter nach Äonstantinopel geschickt. Seine zweite Gei« schüft bezweckte den Abschluß eines Friedensvertrages, welcher na: großen Schwierigkeiten erst am 17. Feber 1568 zu Stande fau Bei dieser Gelegenheit bot Don Joseph Naßi, der fi: bei Verancsies als Freund Maximilian's einführte, lhatsächli: aber als vertrauter Unterhändler des Großveziers agirte, de Gesandtschaft seine guten Dienste an. Verancsics und seine 0; nossen: Albert v. Wyss und Christoph v. Teusfenbach waren sch»:, durch ihre Instructionen angewiesen, sich der freundschastliln: Vermittlung des ״Johannes Mignes" —■ dem apostolischen iföiü: schien der jüdische Name dieses Staatsmannes nicht recht a»! der Feder zu wollen — durch Geschenke zu versichern. S nahmen also, wiewohl ungern und zögernd, das Anerbieten iw Die Verhandlungen, die sich hieraus zwischen dem ungarisches Kirchensürsten und dem jüdischen Herzog entspanneil, und wenn- Wissens bisher unbeachtet, nichtuugarische» Gelehrten wohl au: unbekannt geblieben. Da sie manche nicht uninteressante Noch über Don Joseph Naßi enthalten, zugleich aber auch ein klar« Bild von der Art und Weise seiner diplomatischen ThätnM geben: führe ich hier die bezeichnendsten Stellen ans den w treffenden Actenstücken an, welche, weil einem ungarisch« Quellenwerk entnommen, den meisten Lesern der ״Monatsschcisl' nicht leicht zugänglich sein dürsten. Die oben erwähnten Instructionen, welche Maximilian fciues Botschaftern am 23. Juli 1567 ertheilte, machen zunächst vck