Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Zur Composition der agadischen Homilien
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 112 (sequence 16)
- Language
- German
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112 >iuv Komposition der arabischen Homilien. für nöthig, und allerlei falsche Zusammenstellungen waren die Folge davon, zumal auch das ״to", das als Bindemittel der einzelnen Glieder eines Proöms dient, noch zur Verknüpfung verschiedener Proömien, sowie zur Anreihnng besonderer Anslegungssätze an einander mit großer Freiheit gebraucht wird. — Dian muß also sehr sorgsam aus die Anwendung der Formeln achten, um die Bestandtheile der Piska's unterscheiden zu können. — Die gebrauchtesten Formeln, mit denen in der Pesitta die Proömien i n t r 0 b u c i v t werden, sind die ans den späteren Midraschim bekannten: ר׳... פחח und זיש״וז; hiermit wird der be: sondere Bibelvers angeführt, den ein jedes Proöm haben muß') und den wir ״Proömialrext"^) nennen können. Das mit זש״ה gleichbedeutende und später gleich gebrauchte הה״ד findet sich gleichfalls als Jntroductionsformel^j, doch dient es in der in weit größerem Maaße zur Anlehnung eines gleich viel an welcher Stelle ausgesprochenen Gedankens an irgend einen Bibel׳ vors* *). Auch כתיב wird zur Iutroduction, aber im Ganzen selten benutzt^). Sehr häufig steht der Text an der Spitze eines Proöms ohne jede Formel. Freilich können wir hierbei י) Fälle, in denen ein Anolegungssat; von einem besonderen Verse ausgeht, sind sehr selten. *) In Erech Millin ist S. 171—171 der Nachweis geführt, das; die Proömialterte in den Midraschim (Nabboth und Tanchuma) fast durchweg nur den Hagiographen entnommen sind — was die gewichtigste Grundläge für die Ansicht Napp.'s bilden soll, das; die Midraschim aus Vorträgen am Nachmittagsgottesdienste der Sabbate entstanden sind. In unserer Pesikta ist diese Beschränkung auf die .vagiographen keineswegs Regel. Wir werden später bei der Wichtigkeit der Sache die Stellenangabe der Proömialtextedie nicht den Hagiographen angehören, durch gesperrten Druck kenntlich machen. Vgl. P. XXIII. Auf. P. XXVIII. S. 179 b. ff. (viermal). 4) Vgl. S. ‘2a., loa., 82b., 132a., 139b. u. ö. *) Vgl. P. III. Auf., wo aber das ganze Proöm nicht zweifellos acht ist, und P. XLII. S. 147 a.