Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 28 (1879)
- Issue
- Heft 3 (März 1879)
- Article
- Zur Composition der agadischen Homilien
- Date
- 1879-03-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
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Zur llompofitiou bcr agadi scheu öomilien. 1 im ludjuug nicht mit der Prüfung der Proömien etwa in der Kein r., sondern derjenigen in der Pesikta }u beginnen haben. (Unter Pesikta schlechtweg verstehen wir, um es hier für die weitere Folge zu bemerken, die voll Bilder berausgegebeue; die um Jahrhunderte spätere Pesikta rabbati werden wir unter dieser ihrer Benennung ansühreu! 1). — Aber and) im Besonder!! er: scheint es uns als geboten, für eine Untersuchung über die Ve: thichoth die Pesikta als Grundlage zu nehmen. Die Proömien in der P. bilden ihre vorzüglichste und charakteristischste Leite. Nach einer vorläufigen ganz ungenauen Berechnung eine genaue Fixirung wird erst nach einer Lichtung des Textes mög lich sein — sind in der jetzt gedruckten Pesikta ca. U(> Petlm choth vorhanden, die ungefähr 190 von 402 Leiten aussnlleu^). In dieser ihrer großen Anzahl, wie tu ihrer großen Mannigsaltigkeit liefern uns sicherlich die Pethichoth der Pesikta die Beispiele für alle Gestaltungen der Proöinien, die die Technik des Midrasch schaffen konnte. Und — last uot least — durch die mit so großartiger Gelehrsamkeit, auf Grund von mehreren Handschriften veranstalteten Ausgabe ist die Pesikta, wie bisher kein anderer Midrasch, der kritischen Würdigung erschlossen und!st eine wissenschaftliche Behandlung ihres Inhalts möglich ge!nacht. *) (Sine dritte noch viel spatere ״neue Pesikta", die wiederum die P. rabbati sehr oft benuut, hat IeUinek im BHM. Bd. VI. veröffentlicht. Vgl. die Eint. das. Ar. 6. — Ueber das Verhältnis; der alten Pesikta .;11 der P. ralib., sowie über die Pesikta זוטרחא und ihre Verwechselung mit der alten P. handelt Buber, Cinl. Ar. u—4. *) Uebertrieben ist die Angabe in der Beschreibung des Codex Carmoly, (L) ׳ uatsschrift III. (IS54) L. 59 sf.l, das; der Inhalt der Pesikta größtentheilts aus Pethichoth besteht, und völlig unbegründet das Unheil (das. S.N1), das; der Zusammenhang in der P. ein sehr loser ist. Indes; würde sich das Verhältnis; des Umsanges der Proömien zu dem der ganzen Pesikta wesentlich ändern, wenn man die vielfachen Interpolationen, die wir werden annehmen müssen, aus ihr ausscheiden würde. —